Vom Landtag bestimmt Drei Landtagsabgeordnete in neuen MDR-Rundfunkrat gewählt

Drei Landtagsabgeordnete sind neu in den MDR-Rundfunkrat gewählt worden. Außerdem werden der Landesjagdverband und die evangelische Akademie Sachsen-Anhalt ab Dezember im Rundfunkrat vertreten sein. Der Rundfunkrat soll die Interessen der Gesellschaft abbilden und Meinungsvielfalt widerspiegeln.

Luftaufnahme des MDR-Landesfunkhauses in Magdeburg
Der MDR-Rundfunkrat hat Mitsprache in der Arbeit des Mitteldeutschen Rundfunks. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Stephan Schulz

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat am Donnerstag drei neue Mitglieder für den MDR-Rundfunkrat bestimmt. Die Landtagsabgeordneten Siegfried Borgwardt (CDU), Guido Kosmehl (FDP) und Stefan Gebhardt (Linke) haben die dafür nötige Mehrheit erhalten. Sie werden ab Dezember in dem Gremium vertreten sein.

Außerdem werden der Landesjagdverband und die evangelische Akademie Sachsen-Anhalt im Rundfunkrat vertreten sein.

Mitsprache bei Programm-, Personal- und Finanzfragen

Der Rundfunkrat soll die Interessen der Gesellschaft abbilden und Meinungsvielfalt widerspiegeln. Er hat unter anderem Mitsprache bei Programm-, Personal- und Finanzfragen des Mitteldeutschen Rundfunks. Derzeit sind 43 Männer und Frauen im Rundfunkrat. Der Rat wird nun auf 50 Mitglieder vergrößert. Die Vertreterinnen und Vertreter kommen aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Religionsgemeinschaften.

Was ist der der MDR-Rundfunkrat?

#MDRklärt Das macht der MDR-Rundfunkrat

Am Donnerstag werden drei Vertreter des Landtages von Sachsen-Anhalt für den MDR-Rundfunkrat bestimmt. Der Rat vertritt dann Ihre Interessen. Was der Rundfunkrat außerdem macht, zeigt #MDRklärt.

Das macht der MDR-Rundfunkrat
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Das macht der MDR-Rundfunkrat
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Warum ist der MDR-Rundfunkrat wichtig? Der Rundfunkrat ist das oberste Beschlussorgan des MDR. Die Mitglieder des Rundfunkrates sollen die Interessen der Gesellschaft vertreten. So soll die bestehende Meinungsvielfalt ausgedrückt werden. Dabei dürfen sie nicht an Aufträge von Parteien oder Organisationen gebunden sein.
Bildrechte: MDR/colourbox
Was macht der Rat? Wahl der/des Intendant*in  berät die/den Intendant*in in allgemeinen Programmangelegenheiten Mitsprache in Programm-, Personal- oder Finanzfragen überwacht das Einhalten der Programmgrundsätze, zum Beispiel, müssen Programme die Würde des Menschen und die sittlichen und religiösen Überzeugungen anderer zu achten Genehmigen des Wirtschaftsplanes und Jahresabschlusses, sprich wie viel Geld vom Rundfunkbeitrag für was ausgegeben werden darf Durchführung des Prüfverfahrens für neue oder veränderte Telemedienangebote, zum Beispiel Social Media- oder Internetangebote
Bildrechte: MDR/IMAGO
Wer kann in den Rat gewählt werden? Momentan sitzen 43 Männer und Frauen im Rat. Der Rat setzt sich aus Vertreter*innen unterschiedlicher gesellschaftlich relevanter Gruppen zusammen.  Vertreter der Landesregierungen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Vertreter der in mindestens zwei Landesparlamenten durch Fraktionen oder Gruppen vertretenen Parteien Mitglieder evangelischen, katholischen Kirche und jüdischen Kultusgemeinden Mitglieder Arbeitnehmer- und der Arbeitgeberverbände Mitglieder Handwerks- und der kommunalen Spitzenverbände Mitglieder Industrie- und Handelskammern Mitglieder Bauernverbände des Deutschen Sportbundes der Jugend- und der Frauenverbände der Vereinigung der Opfer des Stalinismus  …
Bildrechte: MDR/Daniela Höhn
Wann wird der Rat gewählt? Der Rundfunkrat wird für jeweils sechs Jahre gewählt. Der Vorsitz wechselt aber alle zwei Jahre. Die müssen aus verschiedenen Bundesländern kommen und wechselt in der Reihenfolge Sachsen - Sachsen-Anhalt - Thüringen.
Bildrechte: MDR/pixabay
 Welche Angebote kontrolliert der Rundfunkrat? Der Rundfunkrat kontrolliert alle vom MDR verantworteten Angebote. Darunter fallen das MDR Fernsehen und der Kika, die Radiosender und das Internetangebot.
Bildrechte: MDR/IMAGO
Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
MDR/ Maximilian Fürstenberg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE am 14. Oktober 2021 | 19:00 Uhr
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MDR/Fabian Frenzel

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 14. Oktober 2021 | 17:00 Uhr

7 Kommentare

Matthi vor 3 Tagen

Werden Rundfunkratsmitglieder für ihre Tätigkeit bezahlt?
Nein. Die Mitglieder des Rundfunkrates arbeiten ehrenamtlich. Sie erhalten eine monatliche Aufwandsentschädigung von 711,18 Euro. Der oder die Rundfunkratsvorsitzende erhält eine monatliche Aufwandsentschädigung von 1027,43 Euro, seine Stellvertreter, die Vorsitzenden der Landesgruppen und der Ausschüsse 869,12 Euro sowie das Mitglied im ARD-Programmbeirat 857,15 Euro.
Außerdem erhalten die Mitglieder des Rundfunkrates für ihre Teilnahme an den Sitzungen und Ausschüssen ein zusätzliches Sitzungsgeld in Höhe von 59,29 Euro pro Sitzungstag. Die Vorsitzenden des Rundfunkrates sowie der Ausschüsse und Landesgruppen erhalten ein Sitzungsgeld in Höhe von 118,58 Euro pro Tag der von ihnen geleiteten Sitzung. Das Mitglied im ARD-Programmbeirat erhält ein Sitzungsgeld in Höhe von 118,58 Euro pro Sitzungstag dieses Gremiums. (vgl. hierzu Art. 14 MDR-Satzung).

Ich persönlich finde die höhe für das Ehrenamt ziemlich hoch gegenüber anderen

Fakt vor 3 Tagen

@winkler:

Auch von denen sitzen Vertreter im Rundfunkrat.
Im Artikel geht es - kann man dort sogar lesen - um "neu" in den Rundfunkrat gewählte Mitglieder.

TomTom 58 vor 3 Tagen

Vielleicht wäre es angebrachter mehr "Kunden" in das Gremium - z. B. durch ein Losverfahren - zu berufen?
DANN wäre auch die Stimme des (Zwangs-) Gebührenzahlers besser vertreten.
Aber so wird, mehr oder weniger, der Politik der betreffenden Parteien und den Verbänden und Kirchen eine Plattform für deren "Meinungsbildung" geboten.
Auf Kosten der Interessen der Beitragzahler.

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