Blick auf das Universitätsklinikum in Halle/Saale. 1 min
Fast zwei Milliarden Euro sollen in die beiden Unikliniken Halle und Magdeburg fließen. Mehr dazu im Audio. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Hendrik Schmidt
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Sachsen-Anhalts Unikliniken müssen dringend erneuert werden. Das Land rechnet für die Standorte in Magdeburg und Halle mit Kosten von fast zwei Milliarden Euro.

MDR SACHSEN-ANHALT Mi 19.06.2024 08:15Uhr 00:32 min

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Medizinische Versorgung Fast zwei Milliarden Euro: Hohe Investitionen in Unikliniken nötig

19. Juni 2024, 14:03 Uhr

Die Unikliniken in Sachsen-Anhalt stecken nicht nur tief in den roten Zahlen, sie müssen auch dringend erneuert werden. Die Landesregierung rechnet für die beiden Kliniken in Magdeburg und Halle mit Gesamtbaukosten von fast zwei Milliarden Euro.

Die geplanten Bauarbeiten an den Unikliniken in Magdeburg und Halle werden insgesamt fast zwei Milliarden Euro kosten. Das geht aus einem Konzept hervor, das das Wissenschaftsministerium erarbeitet hat. Demnach belaufen sich die Kosten für das neue Herzzentrum in Magdeburg und den Neubau des Zentralklinikums auf etwa 1,06 Milliarden Euro. Das Herzzentrum soll den Angaben zufolge 2026 in Betrieb genommen werden und Kardiologie und Herzchirurgie enger vernetzen.

950 Millionen Euro für Uniklinik in Halle

Der Landtag müsse der Umsetzung des sogenannten "Masterplans Bau" noch zustimmen. Die Vorhaben wären die bislang teuersten Bauprojekte in der Geschichte des Landes.

Hintereingang zum Universitätsklinikum Magdeburg.
Hohe Kosten durch dezentrale Lage und schlechten Brandschutz: Das Universitätsklinikum in Magdeburg muss dringend saniert werden. Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Für die Neubauten am Universitätsklinikum in Halle rechnet die Landesregierung demnach mit Ausgaben von etwa 950 Millionen Euro. Dazu würden unter anderem der Neubau der Medizinischen Fakultät sowie der Ausbau der ambulanten Medizin gehören.

Unikliniken sollen "Rückgrat der Gesundheitsversorgung" bilden

Ein federführend vom Wissenschaftsministerium erarbeitetes Konzept skizziert, wie die Hochschulmedizin im Land fit für die Zukunft gemacht werden soll. So soll etwa das Forschungsprofil geschärft werden. Man wolle sich auf Zelltherapie, Medizin-Robotik sowie Gesundheitsforschung fokussieren und die schon vorhandenen Schwerpunkte noch stärker verbinden. Die Universitätskliniken sollen zudem künftig enger zusammenarbeiten.

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) erklärte, die beiden Unikliniken sollten künftig das "Rückgrat der Gesundheitsvorsorge und -versorgung in Sachsen-Anhalt bilden" – "ohne die Bedeutung anderer Krankenhäuser zu schmälern".

MDR (Linus-Benedikt Zosel, Kalina Bunk)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. Juni 2024 | 08:00 Uhr

2 Kommentare

Roy_Bianco vor 4 Wochen

Die Uniklinik in Magdeburg macht doch seit einer Ewigkeit jedes Jahr einen riesen Verlust. In Halle drohte man mit Schließung der Uniklinik und Zwang so die Verantwortlichen zum Sparen. Leider sind diese Maßnahmen durch Corona und andere Umstände wieder zunichte gemacht aber am Ende hat die Uniklinik in MD in den letzten drei Jahren ca. 100 Mio mehr Verlust gemacht als die zum Sparen verdonnert Klinik in Halle.
Konsequenzen gab es nicht. In Magdeburg muss man es nicht so genau mit den Finanzen nehmen.
aber natürlich sehen die von Magdeburg eingesetzten Prüfer keine finanzielle Bevorzugung der Landeshauptstadt. Alles klar.

pwsksk vor 4 Wochen

Unikliniken tief in roten Zahlen.
Was macht man nur aus diesem Land?!
Wann wird denen, die so etwas verursachten, endlich der Stecker gezogen?
Warum sind Diejenigen, die etwas gegen diese Zustände tun wollen auf einmal die Schlechten?

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