Bildungsminister Tullner zu Homeschooling Schulen bleiben wegen Corona bis mindestens Ende Februar geschlossen

Sachsen-Anhalts Schulen müssen sich wohl bis mindestens Ende Februar auf Distanzunterricht einstellen. Auch die Winterferien werden nicht verlegt. Das kündigte Bildungsminister Tullner am Dienstag an.

Leeres Klassenzimmer
Eine Rückkehr in die Schulen wird es in Sachsen-Anhalt wohl vorerst nicht geben (Symbolbild). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Distanzunterricht an Sachsen-Anhalts Schulen wird wohl mindestens bis Ende Februar verlängert. Das gab Bildungsminister Marco Tullner am Dienstag bekannt. Auch die Winterferien, die vom 8. bis zum 13. Februar gehen, sollen nicht verlegt werden.

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Der Bildungsminister Sachsen-Anhalts, Marco Tullner, infomiert am 24. November über den Stand der Corona-Maßnahmen.
Bildungsminister Tullner will den Distanzunterricht bis mindestens Ende Februar verlängern. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Screenshot Youtube Sachsen-Anhalt live

Tullner sagte während der Landespressekonferenz: "Die Zahlen gehen in Sachsen-Anhalt momentan eher noch nach oben als herunter. Deswegen können wir keine realistischen Szenarien entwickeln, im Februar in Wechselunterricht oder andere Formen des analogen Unterrichts überzugehen. Ich gehe davon aus, dass wir im Februar im Distanzmodus bleiben. Deswegen macht es auch keinen Sinn, die Ferienregelungen zu verändern." Dies sei aus seiner Sicht der verlässlichere Weg der Planung für Eltern, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, erklärte der Minister.

Ich gehe davon aus, dass wir im Februar im Distanzmodus bleiben. Deswegen macht es auch keinen Sinn, die Ferienregelungen zu verändern.

Bildungsminister Marco Tullner

Distanzunterricht seit Mitte Dezember

Im Dezember waren die Schulen, wenige Tage vor den Weihnachtsferien, in den Distanzunterricht gewechselt. Dieser wurde nach dem Ende der Ferien am Montag wieder aufgenommen. Ausnahmen gibt es lediglich für Grundschulen und Abschlussklassen. Der Wechsel in den Distanzunterricht war von erheblichen technischen Problemen bei der Lernplattform des Landes, Moodle, begleitet worden.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 12. Januar 2021 | 16:00 Uhr

85 Kommentare

malaclyps vor 39 Wochen

Für S-A kann ich nicht sprechen allerdings kamen Schul - und KiTa Schließungen in TH ebenfalls viel zu spät. Der MP hier gibt zumindest vor dies auch selbst erkannt zu haben (es Geschehen noch wunder). Dem widerspricht allerdings sein Parteifreund Kultusminister in dem er auch aktuelk noch ankündigt die Schulen, unabhängig vom Infektionsgeschehen, ab Februar wieder zu öffnen. Über "rechte" Corona Leugner braucht sich hier keiner zu beklagen, der links außen Holter macht's allen vor.

Was die Überbewertung von analogem Präsenzunterricht und die zumindest geistige Überalterung, den Mangel an Vorstellungskraft und Bereitschaft mit der Zeit zu gehen in Teilen des Lehrkörpers, vor allem aber unter Kultusminister*innen angeht, bin ich ganz bei Ihnen.

scholul vor 39 Wochen

Aus meiner Sicht kam die Schließung von Schulen und Kitas viel zu spät! Zumindest hier in S-A, denn die Zahlen waren wohl noch nicht hoch genug... Meine Tochter (15) befindet sich bereits seit Mitte September 2020 im Home-Scooling, da sie einen sehr schweren Unfall hatte. Grundsätzlich funktioniert das, allerdings auch mit vielen Abstrichen. Es gibt Lehrer, die sich wirklich sehr gut kümmern und es gibt auch die "andere" Seite. Überalterung = keine Lust mehr, sich mit der digitalen Welt auseinander zu setzen und es nur als MUSS ansehen. Auch in normalen Zeiten müssen unsere Kids eigentlich nicht mehr 5 Tage die Woche zum Präsenzunterricht. Zumindest nicht mehr ab der Oberstufe. Geteilter Unterricht in Präsenz und Digital würde super funktionieren. Wenn die Plattformen dafür geschaffen wären. Man tut jetzt ja so, als wäre das alles völlig neu, dabei gibt es Länder, welche dies seit Jahren praktizieren und diese schließen bei PISA deutlich besser ab als Deutschland.

malaclyps vor 39 Wochen

Eine Idee hätte ich da schon aber angesichts des Altersdurchschnitt unserer Kultusminister und deren unter Beweis gestellter Vorstellungskraft - ist der Mühe nicht wert Ideen zu formulieren.

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