Nach Ferienende Grimm-Benne schlägt 14 Tage Maskenpflicht an Schulen vor

Wenn das Schuljahr in Sachsen-Anhalt beginnt, sollen die Schulen den Regelbetrieb wieder aufnehmen. Doch viele sorgen sich um die Gesundheit. In der Landesregierung wird nun eine Maskenpflicht erwogen – für zwei Wochen. Mit dem Vorschlag ging am Dienstag Sozialministerin Petra Grimm-Benne an die Öffentlichkeit.

In zweieinhalb Wochen beginnt in Sachsen-Anhalt das neue Schuljahr. Die Schulen sollen dann im Regelbetrieb starten, das heißt mit allen Schülerinen und Schülern. Bisher durfte jeweils nur ein Teil der Kinder und Jugendlichen in die Schulen, während die andere Hälfte zuhause Aufgaben lösen musste. Doch weil auch in Sachsen-Anhalt die Corona-Zahlen wieder steigen, sorgen sich viele um die Gesundheit von Lernenden und Lehrkräften. Denn Abstände können in der Konstellation kaum eingehalten werden. Kommt deshalb die Maskenpflicht an Schulen?

Grimm-Benne für Zwischenlösung

Geht es nach Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) führt das Land eine Zwischenlösung ein. Im Gespräch mit MDR SACHSEN-ANHALT sagte sie am Dienstag: "Wir überlegen, ob wir nach Schulstart 14 Tage lang besondere Schutzmaßnahmen ergreifen und dann in den Regelbetrieb gehen, wenn es keine Infektionszahlen gibt. Das wäre womöglich auch ein guter Kompromiss, um den Sorgen der Eltern Rechnung zu tragen."

An den Schulen soll also 14 Tage lang Maskenpflicht auch im Unterricht herrschen. So wolle das Land auf die Inkubationszeit von Reisenden reagieren, die womöglich erst kurz vor dem Ferienende zurückgekehrt sind. Eine Entscheidung darüber ist aber noch nicht gefallen.

Land kann bei anderen Bundesländern abschauen

Bis zum Beginn des Schuljahres will das Land auch von den Erfahrungen in anderen Bundesländern profitieren, erklärte Grimm-Benne. So haben Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Nordrhein-Westfalen, in denen das neue Schuljahr schon läuft, unterschiedlich strikte Maskenregelungen erlassen. Sachsen will auf eine Masken-Pflicht in Kitas und Schulen verzichten. Der Freistaat stellt den Schulen aber frei, selbstständig das Tragen von Masken anzuordnen.

Derweil wächst wegen der Corona-Pandemie die Sorge vor fehlenden Impfungen bei Kindern. Laut Barmer Ersatzkasse sind vielerorts die Schuleingangs-Untersuchungen ausgefallen. Bei vielen Kindern sei versäumt worden, den Impfstatus zu überprüfen und entsprechend nachzuimpfen. Auch das Robert Koch-Institut hat Defizite festgestellt. Impfungen würden später durchgeführt als empfohlen und Impf-Serien, etwa bei Masern, nicht zeitgerecht abgeschlossen.

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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 11. August 2020 | 19:00 Uhr

53 Kommentare

Denkschnecke vor 44 Wochen

Wenn sie da mal nicht etwas missverstanden hat oder Sie etwas durcheinander bringen...
Bei dem in der Presse diskutierten Problem im Juli funktionierte die App schon, war also schon, wie Sie sagen "scharf geschaltet", konnte aber selbst nur Daten austauschen, wenn sie geöffnet war. (Sie wurde nicht "durch Updates" blockiert, sondern die Updates wurden vom Android mancher Hersteller blockiert.) Das kann man aber durch einen einzigen Schalter beheben.
Ich werfe ja auch nicht meine Nachttischlampe weg, bloß weil die Birne durchgebrannt ist.

faultier vor 44 Wochen

Gott sei Dank sind sie hier nur der einzigste der das Vorhaben von Grimm Benne verteidigt ,und es wird Klagen geben können sie Gift darauf nehmen das Thema ist noch lange nicht durch.

C.T. vor 44 Wochen

Öffentliche, private sowie berufliche Umstände eine Maske tragen zu müssen konnte ich bisher erfolgreich vermeiden/ boykottieren. Es liegt an jedem selbst, wie er mit diesem Irrsinn umgeht. Wenn die Politk solche Gesetze beschließt, ist die Politik auch ganz allein Schuld am Niedergang von betroffenen Branchen und Einrichtungen.

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