Kampf gegen Pandemie Erste Corona-Impfzentren in Sachsen-Anhalt öffnen

Am Montag haben die ersten Impfzentren in Sachsen-Anhalt ihre Arbeit aufgenommen. In Staßfurt und in Zorbau wurden die ersten Personen gegen Sars-CoV-2 geimpft. Doch nicht in allen Landkreisen und kreisfreien Städten geht es direkt los. Bisher wurden hierzulande rund 22.000 Menschen geimpft.

Zwei Frauen stehen in einem abgetrennten Bereich im Impfzentrum in Halle
Das Impfzentrum in Halle nimmt am Montag seine Arbeit auf. Bildrechte: Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Am Montag ist Stichtag für die 14 Impfzentren in Sachsen-Anhalt. Doch nicht überall geht es direkt am ersten Tag los. Zunächst öffnen die Zentren in Zorbau im Burgenlandkreis, in Wolfen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, in Halle, Merseburg (Saalekreis), Quedlinburg (Harz), Sangerhausen (Mansfeld-Südharz), Burg (Jerichower Land) und Staßfurt (Salzlandkreis). Am Dienstag folgt dann der Altmarkkreis Salzwedel mit seinem Impfzentrum in Gardelegen.

Erste Impfungen in Staßfurt und Zorbau

Zwei Bundeswehr-Soldaten unterstützen die Arbeit im Impfzentrum im Salzlandkreis.
Insgesamt acht Bundeswehrangehörige unterstützten den Start des Impfzentrums in Staßfurt. Bildrechte: MDR/Sören Thümler

Im Impfzentrum in Staßfurt im Salzlandkreis werden seit dem Morgen Impfwillige gegen Sars-CoV-2 geimpft. Nach Eindrücken eines Reporters von MDR SACHSEN-ANHALT kam es nicht zu längeren Wartezeiten. Die Impfungen liefen sehr geordnet ab. Die Impfstoff-Vorräte reichen den Angaben zufolge bis zum Ende der Woche.

Verwirrung haben Fälle gestiftet, bei denen Termine für das Impfzentrum im Salzlandkreis an Einwohner aus anderen Landkreisen bzw. Bundesländern vergeben wurden. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT betraf das unter anderem Impfwillige aus dem Landkreis Harz sowie aus Bayern, die zum Impfen nach Staßfurt eingeladen worden waren.

Auch im Burgenlandkreis ist das Impfzentrum am Montag in Betrieb gegangen. Landrat Götz Ulrich sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Das ist ein ganz bescheidener Anfang. Wir reden heute von zehn und demnächst von 20 Personen, weil wir keine großen Impfstoffmengen haben. Da entstehen keine Freudenschreie. Wir wollen hier pro Tag 600 Menschen oder mehr impfen, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht." Das zentrale Impfzentrum des Burgenlandkreises ist in Zorbau eingerichtet.

Späterer Start wegen fehlender Impfdosen

Das Zentrum in Stendal will erst am 18. Januar mit den Impfungen beginnen. In Magdeburg ist ein Start erst am 20. Januar geplant. Der organisatorische Leiter, Matthias Boxhorn von den Johannitern, sagte der Deutschen Presse-Agentur, auf Grund der wenigen Impfdosen, die zur Verfügung stünden, würde es sich nicht lohnen, das Zentrum früher hochzufahren.

EIne Karte mit den geplanten Impfzentren
Die Standorte der Impfzentren in Sachsen-Anhalt Bildrechte: MDRklärt/Max Fürstenberg

Für die meisten Impfzentren ist die Terminvergabe bereits in der vergangenen Woche gestartet. Sie ist beispielsweise über die bundesweite Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 oder über den Online-Impfterminservice möglich.

In Halle sind laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) alle 1.000 Termine bis zur 6. Kalenderwoche bereits ausgebucht. Neue Termine würden erst freigegeben, wenn Klarheit über weitere Impfstofflieferungen bestehe. Im Landkreis Harz waren die ersten Termine nach 15 Minuten vergeben. Weitere sollen am Mittwoch freigegeben werden. Ein Nutzer berichtete MDR SACHSEN-ANHALT von Problemen bei der Terminvergabe für das Impfzentrum im Burgenlandkreis.

22.000 Menschen in Sachsen-Anhalt bereits geimpft

Bisher wurden knapp 22.000 Menschen in Sachsen-Anhalt geimpft, vor allem Bewohnerinnen und Bewohner in Altenpflegeheimen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Alten- und Krankenpflege. Zunächst dürfen ab Montag diejenigen geimpft werden, die 80 Jahre oder älter sind, sowie weiterhin Personal von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. In Sachsen-Anhalt sind circa 180.000 Menschen älter als 80 und rund 70.000 Menschen arbeiten in Krankenhäusern und Pflegeberufen.

Offen ist, ob die Impfzentren auch Bewohner aus anderen Landkreisen oder kreisfreien Städten behandeln. Eine Stichprobe von MDR SACHSEN-ANHALT hat unterschiedliche Antworten ergeben. Ein Landkreis würde das nicht machen, ein anderer gab an, berechtigte Personen nicht wegzuschicken, auch wenn sie aus einem anderen Landkreis kämen. Online ist es möglich, auch Termine in Impfzentren auszuwählen, die außerhalb des eigenen Wohnbereichs liegen.

Quelle: MDR/kö,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 11. Januar 2021 | 05:00 Uhr

4 Kommentare

Betti vor 39 Wochen

Im Burgenlandkreis werden heute 10 Personen und demnächst 20 Personen geimpft! Da gehen ja Jahre ins Land bis der letzte seine impfung hat . Will nur hoffen das keiner auf den Gedanken kommt den Lockdown bis dahin aufrecht zu erhalten .

na99sowas vor 39 Wochen

Es ist schon erstaunlich das es wieder mal zu Verzögerungen kommt obwohl laut Bundergesundheitsministeram 15.12 alle Infzentren bereit sein sollten.
Es klappt wieder mal alles wie schon immer,siehe Infdosen ---haha

Bernd_wb vor 39 Wochen

ja bei 200.000 Einwohnern waeren das 10.000 Tage. Zumal das Impfzentrum in der Pampa ist. Da kommen die Berechtigten ueber 80 jetzt wie hin?

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