Ab kommender Woche Testpflicht an Schulen in Sachsen-Anhalt kommt

Sachsen-Anhalt führt ab der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht für den Schulbesuch ein. Schülerinnen und Schüler müssen sich zweimal wöchentlich verbindlich testen lassen. Die Lehrer-Gewerkschaften unterstützen den Schritt, stellen aber auch Forderungen an das Bildungsministerium.

Eine Schülerin träufelt in einem Klassenraum im "֖kumenischen Domgymnasium" eine Lösung nach einem selbst durchgeführten Corona-Test auf einen SARS-CoV-2-Antigentest.
Ab kommender Woche müssen sich Sachsen-Anhalts Schülerinnen und Schüler regelmäßig auf Corona testen. Bildrechte: dpa

Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt müssen sich ab kommender Woche zweimal wöchentlich verbindlich auf eine mögliche Coronavirus-Infektion testen lassen. Ohne negatives Testergebnis sei der Besuch des Unterrichts dann nicht mehr möglich, kündigte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) an. Die Testpflicht gelte dabei für alle Schulformen, auch für Grundschulen.

Laien-Selbsttest an Schulen

Corona-Tests sollen dem Ministerium zufolge über einen in der Schule zur Verfügung gestellten Laien-Selbsttest möglich sein. Alternativ könnten die Kinder und Jugendlichen aber auch nach Vorlage eines negativen Testergebnisses oder einer ärztlichen Bescheinigung am Unterricht teilnehmen.

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Bildungsminister Tullner und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) begründeten die ab kommender Woche geltende Testpflicht damit, dass man so das Infektionsgeschehen beschränken könne: "Die Selbsttests geben den in der Schule anwesenden Personen ein Stück weit Sicherheit während des Präsenzunterrichts."

Lehrer-Gewerkschaften unterstützen Testpflicht

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Sachsen-Anhalt unterstützt die nun angekündigte Testpflicht an den Schulen. VBE-Landeschef Torsten Wahl kritisiert aber, dass eine Schulung der Lehrkräfte und eine Begleitung der Testungen durch medizinisches Personal nur an sehr wenigen Schulen erfolge.

Wahl wies zudem darauf hin, dass Elternhäuser, die eine Testung ihres Kindes grundlegend ablehnen, ihre Position nun nicht plötzlich ändern würden: "Deshalb bedarf es hier einer rechtlich eindeutigen Unterstützung der Schulleitungen und Lehrkräfte, die letztendlich die angewiesenen Maßnahmen umsetzen müssen."

Eine möglichst lückenlose und enge Testfolge kann im Kampf gegen die Pandemie ein entscheidender Faktor sein.

Eva Gerth GEW-Landeschefin

Ähnlich äußerte sich Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen-Anhalt. GEW-Landesvorsitzende Eva Gerth sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass die Arbeit für das Bildungsministerium mit Ankündigung der Testpflicht noch nicht erledigt sei: "Sie müssen jetzt sicherstellen, dass wenigstens an den Grund- und Förderschulen eine medizinische Begleitung erfolgen kann und dass den Schulen Konzepte für den Umgang mit positiven Testergebnissen angeboten werden."

Die Testpflicht soll bereits ab 12. April gelten und ab dem 19. April in die Corona- Eindämmungsverordnung der Landesregierung aufgenommen werden. Ab dann seien die Corona-Schnelltest sogar eine Voraussetzung für das Betreten des Schulgeländes. Eine ähnliche Regelung gilt bereits seit einigen Tagen in Sachsen.

MDR/Thomas Tasler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 06. April 2021 | 13:00 Uhr

58 Kommentare

peterhau vor 10 Wochen

Eben nicht nur 1-2 cm und somit einfaches popeln, heute mussten die Kids, die sich testen lassen, tiefer bis zu einem Widerstand das Stäbchen schieben! Endergebnis in der Klasse 17 Kids, 12 lassen testen davon danach 3x Nasenbluten. Top Ergebnis!!

denny vor 10 Wochen

Und nach dem negativen Test gehen sie vom Gesundheitsamt angeordnet 14Tage in Quarantäne. Mit der Begründung es könnte ja doch sein das sich das Kind angesteckt hat .Haben wir durch drei mal.sonst hätte ich da keine Bedenken

Berliner In Thueringen vor 10 Wochen

Was passiert denn, wen ein Schüler einen Positiven Schnellselbsttest hat?

Klar, der Schüler kommt erst einmal, samt Eltern in Quarantäne!

Das gesundheitsamt wird wahrscheinlich die ganze Klasse als Kontaktpersonen Kat. I einstufen und auch alle in Quarantäne schicken. Eevntuell wird gleich die ganze Schule dicht gemacht, weil "die Gruppen nicht ununterbrochen" getrennt waren.

Ziel erreicht! Schule Zu! (wie war gleich noich mal die Meinung von Frau merkel zu den Schulen? Möglichst lange geschlossen halten!)

Un dmit ganz vielen tests erreicht man auch viele Fälle, welche wieder als Grundlage für politische Entscheidungen dienen! Es muss ja endlich nachgewiesen werden, dass Kinder die Treiber der Pandemie sind!

Eswäre sindvoller, Test beim Zugang zu Risikogruppen einzusetzen und endlich m,al das Impftempo zu erhöhen. D hat 10 % in 3 Monate geimpft, wenn das so weiter geht, sind wir Ende 2022 durch!! Und dann kommt schon die übernächste Mutante!!

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