Mehr Förderung trotz Corona Wirtschaftsminister Willingmann zieht positive Investitionsbilanz in Sachsen-Anhalt

Die Summe, mit der Sachsen-Anhalts Landesregierung seit 2016 Investitionen von Unternehmen gefördert hat, ist trotz Corona gestiegen. Darauf hat Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) bei MDR SACHSEN-ANHALT aufmerksam gemacht.

Raffinerie in Leuna nachts
Der Chemiestandort Leuna ist eines der wirtschaftlichen Schwergewichte Sachsen-Anhalts. (Archivbild) Bildrechte: imago/Schöning

In der im Sommer 2021 zu Ende gehenden Legislaturperiode hat Sachsen-Anhalts Landesregierung insgesamt vier Milliarden Euro in Unternehmensinvestitionen gesteckt. Seit Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2016 seien fast 25 Prozent mehr als in der vorherigen Legislaturperiode von 2011 bis 2016 investiert worden, sagte Landeswirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) MDR SACHSEN-ANHALT. Von 2011 bis 2016 seien 3,1 Milliarden Euro bereitgestellt worden.

Nach den Worten des Ministers wurde das Geld dafür verwendet, Unternehmen anzusiedeln, auszubauen oder zu erweitern. Die Fördermittel hätten dazu geführt, dass in Sachsen-Anhalt mehr als 6.250 Arbeitsplätze geschaffen worden seien: "Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten vier Jahren ganz klar zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort für nationale und internationale Investoren entwickelt."

Millionenschwere Ansiedlungen gelungen

Zu den wirtschaftlichen Schwergewichten Sachsen-Anhalts zählte Willingmann die Batteriefabrik des chinesisch-amerikanischen Konzerns Farasis in Bitterfeld-Wolfen. Der Konzern hatte vor Ort 600 Millionen Euro investiert. Langfristig sollen nach den Worten des Ministers 2.000 Arbeitsplätze entstehen. In Leuna hob Willingmann die Ansiedlung des finnischen Konzerns UPM hervor, der rund 550 Millionen Euro in eine Bioraffinerie steckt. Außerdem verwies der Minister auf den Flughafen Cochstedt im Salzlandkreis, der vor wenigen Tagen als Drohnentestzentrum wiedereröffnet wurde.

Eine nicht-repräsentative Befragung des Meinungsbarometers MDRfragt hatte ergeben, dass sich eine deutliche Mehrheit von der nächsten Landesregierung Sachsen-Anhalts mehr Investitionen wünscht. 77 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen sich dafür aus, den Schwerpunkt künftig auf Investitionen zu legen. 17 Prozent forderten, sich aufs Sparen zu konzentrieren. Sechs Prozent machten keine Angabe. An der Befragung nahmen etwa 5.100 Menschen aus Sachsen-Anhalt teil.

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MDR/Ronald Neuschulz, Thomas Tasler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 03. April 2021 | 12:00 Uhr

6 Kommentare

C.T. vor 6 Tagen

"Insgesamt hat die Bundespolitik doch wirtschaftlich gesehen die richtigen Maßnahmen getroffen, um Massenarbeitslosigkeit durch Corona zu verhindern."

Jedoch wird promt die Retourkutsche in Form von Steuererhöhungen folgen was die drastische Inflation zusätzlich befeuert usw... usw... Alle Hilfen sind nicht mehr als eine Gnadenfrist. Die Geldentwertung nimmt immer weiter Fahrt auf zur Freude der Spitze der Pyramide :-)

Rotti vor 7 Tagen

Die sogenannte Wirtschaftsförderung läuft nicht rund, eher falsch. Seit einiger Zeit sprechen immer mehr Menschen davon, dass die Handwerkerpreise durch die Decke gehen. Und, dass es schwer ist, einen Handwerker zu finden.
Hier haben Bürokratie und ein total schlechtes Schulsystem ganze Arbeit geleistet.
Man könnte, so wie es in anderen Bereichen auch geschieht, die Ansprüche senken. Wird aber nicht klappen.
Denn Handwerker müssen schon fit sein, wie ein Turnschuh, aber dafür ist der Sportunterrivht schön eingedampft. Das Handy lässt verwahrlosen aber nicht bewegen.
Oder Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie oder Biologie. Auch das wird nach und nach vernachlässigt. Aber vom Maurermeister muss ich doch verlangen können, dass der Zeichnungen lesen und Mengen und Massen abnehmen kann. Und der Gasinstallateur sollte schon wissen, wie Gas funktioniert. Sowas kann man nicht mit Geld fördern. Sowas lernt man( oder sollte man) in der Schule.

AlexLeipzig vor 7 Tagen

Steffen 1978 hat mit seinem drastisch formulierten Kommentar allerdings auch eine berechtigte Kritik angebracht: ich denke auch, daß die Wirtschaftsförderung der Landespolitik sich viel mehr um die kleinen Unternehmer kümmern muß, schaffen die doch in der Region in Summe viele Arbeitsplätze und regionale Wirtschaftskraft.

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