Vizepräsident im Landtag Wulf Gallert will in den Bundesvorstand der Linken

Wulf Gallert, der für die Linken im Landtag von Sachsen-Anhalt sitzt, will stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei werden. Er kündigte auf Twitter seine Kandidatur an.

Wulf Gallert (Die Linke) spricht im Plenarsaal des Landtages von Sachsen-Anhalt zu den Abgeordneten
Wulf Gallert im Landtag Bildrechte: dpa

Der Linken-Politiker und Vizepräsident im Landtag von Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert, hat angekündigt, für den stellvertretenden Vorsitz der Linken in Deutschland zu kandidieren.

Er twitterte dazu: "Ich will die Erneuerung der Partei auf dem Feld der Außen-und Friedenspolitik vorantreiben. Dass es da viel zu tun gibt, haben uns die Wahlergebnisse der letzten Jahre gezeigt."

Vizepräsident im Landtag

Gallert sitzt für die Linke in Sachsen-Anhalt im Landtag. Bis 2016 war er jahrelang Vorsitzender der Linksfraktion. Dann war er als Konsequenz des schlechten Ergebnisses seiner Partei bei der Landtagswahl als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten.

Die Linke trifft sich Ende Juni zum Bundesparteitag in Erfurt und will dann ihre Bundesspitze neu wählen. Die derzeitige Vorsitzende Janine Wissler will erneut kandidieren. Ko-Chefin Susanne Henning-Wellsow war im April zurückgetreten.

MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 31. Mai 2022 | 06:00 Uhr

6 Kommentare

SGDHarzer66 vor 34 Wochen

Unwilkürlich, wenn man die Selbstbedienungsmentalität erwähnt, fallen einem zusätzlich die Namen Striegel, Erben und Thomas ein. Woran das wohl liegt?

Brigitte Schmidt vor 34 Wochen

"Dann war er als Konsequenz des schlechten Ergebnisses seiner Partei bei der Landtagswahl als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten."

Manchmal muß man eben einen Schritt zurückgehen um besser Anlauf nehmen zu können.

PS: Besten Dank für die Erwähnung der Vorgeschichte, ich hatte es noch in Erinnerung, aber das allgemeine "Wählergedächtnis" in diesem Land ist extrem gestört.

Ilse vor 34 Wochen

Ein mustergültiger Standard in der Politik ist es, wenn man zurückgetreten wird, ersucht man sich z.B. in den Parteiapparat zu retten, finanziell eine Möglichkeit, wenn Brüssel ausfällt.

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