Serie zur Wahlbeteiligung Landtagswahlen in der Vergangenheit: Wer wann wo wählen ging

Luca Deutschländer
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Sie steht nicht einmal zur Wahl – und doch wird seit Monaten im Zusammenhang mit der Landtagswahl über sie geredet: MDR SACHSEN-ANHALT wirft in dieser Woche einen Blick auf die Wahlbeteiligung, was sie beeinflusst und was sie aussagt. Im zweiten Teil der Reihe stehen Zahlen im Mittelpunkt.

Auf einer Tafel haben die Helfer die Wahlbeteiligung notiert. 2 min
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Mal lag sie bei mehr als 70 Prozent, mal bei weniger als 45: Die Beteiligung bei Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt schwankt deutlich. Zwei Experten erklären, was die Gründe dafür in der Vergangenheit waren.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Do 13.05.2021 17:00Uhr 02:11 min

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Zuletzt ging sie wieder nach oben, riss die die Marke von 60 Prozent: Als die Menschen in Sachsen-Anhalt zuletzt im März 2016 aufgerufen waren, einen neuen Landtag zu wählen, kamen 61,1 Prozent der wahlberechtigten Frauen und Männer im Land dieser Aufforderung nach – und setzten zwei Kreuze auf dem Wahlschein.

Ein Blick auf die sogenannte Wählerwanderung verriet hinterher: Die Zahl stieg auch deshalb, weil die AfD (Ergebnis: 24,3 Prozent) Tausende Menschen an die Wahlurnen gebracht hatte, die bei der Wahl zuvor nicht wählen gegangen waren. 2011 nämlich beteiligte sich bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten.

Wer einen Blick in die Vergangenheit wirft und auf die Beteiligung in den einzelnen Wahlkreisen, kann das nicht bedingungslos tun. Denn: Der Zuschnitt mehrerer Wahlkreise hat sich in der Vergangenheit immer wieder geändert, eine Vergleichbarkeit seit der ersten Landtagswahl 1990 ist somit nicht gegeben. Die Zahlen, die sich aber guten Gewissens vergleichen lassen, zeigen: Es ist unter anderem der Wahlkreis 17 Staßfurt, in dem in der Vergangenheit tendenziell weniger Menschen an die Wahlurnen gingen als im landesweiten Durchschnitt. Das war bei der Landtagswahl 2016 der Fall, ebenso beim Urnengang fünf Jahre zuvor. Schlusslicht in Sachen Beteiligung bei der Landtagswahl 2016 war allerdings Wahlkreis 14 Halberstadt.

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Das Gegenteil lässt sich in Wahlkreis 37 beobachten, zu dem unter anderem das Paulusviertel und die Altstadt von Halle gehören. Dort machten bei den vergangenen beiden Landtagswahlen jeweils deutlich mehr Menschen ihr Kreuz als im Landesdurchschnitt. Vor fünf Jahren lag die Beteiligung gar bei knapp über 72 Prozent.

Mit einem Klick auf den Reiter "Wahlkreis wählen" können Sie die Ergebnisse Ihres Wahlkreises ansehen.

Wer sich Zahlen darüber ansieht, wer bei einer Landtagswahl tendenziell häufig wählen geht und wer nicht, stellt fest: Es sind vor allem die Menschen zwischen 60 und 70 Jahren, die die Wahlbeteiligung insgesamt heben.

Mit einem Klick auf den Reiter "Altersgruppen für Vergleich wählen" können Sie unterschiedliche Altersklassen mit in den Vergleich aufnehmen.

Ein Vergleich zur Beteiligung in anderen Bundesländern zeigt zudem: Sollte Sachsen-Anhalt einen schlechten Ruf in Sachen niedriger Wahlbeteiligung haben, wäre er nicht unbedingt berechtigt. Zwar spielt das Land beim Vergleich der vergangenen drei Landtagswahlen eher in der unteren Liga. Bei der jeweils vorletzten Wahl schneidet aber beispielsweise Brandenburg bei der Beteiligung schlechter ab als Sachsen-Anhalt.

MDR/Manuel Mohr, Luca Deutschländer

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. Mai 2021 | 17:00 Uhr

4 Kommentare

Dab vor 5 Wochen

Leider haben die Premium Parteien,nur die Anhäufung des Parteivermögens im Sinn,ständig wird am Wähler vorbei regiert.In LSA sind leider zuviele junge Menschen vergrämt wurden.Dank dieser Regierung.Mehr als 25 Jahre Politik pro Senior,kein echtes Intresse an Familien und deren Kinder.Da leider überalterte Politiker nur für Ihres Gleichen da sind.Sind wir hier in LSA Deutscher Meister in Pflege- und Seniorenheime.Danke Herr Hasselhof,das Sie ihren Prinzen vom Hof gejagd haben.Nur weil er einmal die Wahrheit gesagt hat.Er hätte für Ihre Partei noch die Mehrheit,der unter 50 Jährigen,Wahlberechtigten Erreicht.Ich persönlich,werde nur einer Kanditatin,einem Kanditaten meine Stimme geben.Wen diese zwischen 25 und 45 Jahre sind.Nur so kann man diesen ältesten Rat loswerden.

Metapher vor 5 Wochen

Unser erfolgreicher MP macht weiter und wird uns noch mal vor Rexhtsextremen bewahren. Demokraten werden wie bisher koalieren weil FDP sich mit aktuellem Wahlprogramm von gestern und heute, selbst disqualifiziert.

Steffen 1978 vor 5 Wochen

Wählen kann man soch keine der sogenannten Volksparteien niemand setzt seine Wahlversprechen auch wirklich in Tatsachen um Sachsen-Anhalt glänzt doch seit nunmehr 30 Jahren durch stetige Rückentwickelung die richtigen extreme finden in den letzten 10 Jahren statt unter Führung des Herrn Haseloff

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