Lehrermangel Hunderte Lehrerstellen ohne Bewerber

Sachsen-Anhalt hat weiterhin Schwierigkeiten, Lehrerinnen und Lehrer zu finden. Anfang März hat das Land 916 Stellen ausgeschrieben. Darauf haben sich laut Bildungsministerium 385 Lehrkräfte und Seiteneinsteiger gemeldet. Für 330 der Stellen habe es jedoch keine Bewerbung gegeben. Die Suche nach Lehrpersonal geht nun mit permanenten Stellenangeboten weiter.

Sachsen-Anhalt muss weiterhin nach Lehrerinnen und Lehrern suchen. Das Land hatte Anfang März 916 Stellen ausgeschrieben, darunter 183, die als schwer zu besetzen gelten.

Wie das Bildungsministerium mitteilte, haben sich bisher 385 Bewerberinnen und Bewerber auf die Ausschreibungen gemeldet. Durch Mehrfachbewerbungen seien insgesamt 1.370 Rückmeldungen eingegangen. Für 330 Stellen habe es keine Bewerbung gegeben.

Obwohl für die 183 schwer zu besetzenden Stellen als Anreiz eine Zulage gezahlt werden soll, sei mit 102 Stellen mehr als die Hälfte davon ohne Bewerbung geblieben.

Jährlich rund 1.000 neue Lehrerinnen und Lehrer

Auch bei vorherigen Ausschreibungen hatte es weniger Interessenten als Stellen gegeben. Die Suche nach Lehrerinnen und Lehrer soll nun mit permanenten Stellenausschreibungen weitergehen.

Nach Angaben des Bildungsministeriums hat das Land in diesem Jahr bislang 363 Lehrkräfte eingestellt, darunter 150 Seiteneinsteiger und 87 zeitlich befristete sogenannte Unterstützungslehrkräfte. Angesichts der Arbeitsmarktlage sind laut Ministerium 1.000 Einstellungen pro Jahr realistisch.

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dpa, MDR (Maren Wilczek)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 26. März 2022 | 14:00 Uhr

2 Kommentare

Sozialberuflerin vor 44 Wochen

Schade!
Das Bundesland macht zumindest den Eindruck, als würde es sich bemühen, die Fehler der Vergangenheit auszubügeln!

Ob alle Bemühungen sinnvoll sind, sei dahin gestellt!

Aber helfen, wird es auf mittelfristige Sicht, den Sachsen-Anhaltinern nicht

Ärzte-, Lehrer-, Handwerker-, Jugendmangel (hoher Altersdurchschnitt) und die Liste wurde durch die Pandemie und damit einhergehender Maßnahmen verlängert!

Mangelnde Bildung, fehlende Freizeitmöglichkeiten und gesundheitlich fragwürdige Zukunft, zumindest weitverbreitet im ländlichen Raum!

Da blutet mir das Heimatherz!

Harka2 vor 44 Wochen

Der Beruf ist sehr unpopulär geworden. Gerade in den neuen Bundesländern kommt aber noch ein weiteres Problem dazu. Man bewirbt sich und hört monatelang nichts von der Bewerbung, bekommt aber aus Bayern und Hessen fast sofort eine Zusage mit Aussicht auf Verbeamtung. Was machen da angehende Lehrkräfte? Auf Antwort aus Magdeburg oder Erfurt monatelang warten oder auf die besseren Angebote in Hessen und Bayern zusagen?

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