Thementag "Fake News" Lügen bei Facebook sind kein neues Phänomen

Fake News-Schriftzug auf einem Smartphone
Bildrechte: IMAGO

Die Polizei und Ministerien in Sachsen-Anhalt haben sich in den vergangenen Jahren des öfteren mit Gerüchten und Behauptungen auseinander gesetzt. Oft war der Ursprung der Falschmeldungen das soziale Netzwerk Facebook. Fast immer drehten sich die Lügen um Flüchtlinge.

Das Phänomen der sogenannten "Fake News" ist somit in Sachsen-Anhalt kein neues. Hier sind nur vier Beispiele der vergangenen Monate:

Beispiel 1: Tod einer Frau, die von Flüchtlingen vergewaltigt worden sein soll

Magdeburg: Eine junge Frau wird am Universitätsplatz von mehreren Männern bedrängt und soll dann vergewaltigt worden sein. Wenige Wochen später verbreitet sich bei Facebook rasend das Gerücht, sie sei an den Folgen der Vergewaltigung in einem Krankenhaus in Magdeburg gestorben.

Oberstaatsanwaltschaft und Polizei Magdeburg bezeichneten diese Meldung als eine Lüge. Außerdem war sie zu dem Zeitpunkt in einem Krankenhaus in Stuttgart. Auch die Behörden vor Ort widersprachen den Facebook-Gerüchten.

Beispiel 2: Rattenplage in Kindergarten

Halle: Sven Liebich, Mitorganisator und Redner der stattfindenden Montagsdemonstrationen, behauptet, in einer halleschen Kindertagesstätte gebe es eine Rattenplage, weil Flüchtlinge diese mit aus dem Fenster geworfenen Müll füttern würden. Die Stadt Halle sagt: Das ist eine Falschmeldung.

Neben der öffentlichen Äußerung bei der Demonstration verbreitet er solche Meldungen auf auf Facebook und seiner Internetseite.

Beispiel 3: Flüchtlinge schlachten Ziegen aus Streichelzoo

Lostau: Ein Facebook-User verbreitet das Gerücht, dass Flüchtlinge in einen Streichelzoo in der Nähe von Magdeburg eingebrochen sein sollen. Dort hätten sie Ziegen geschlachtet und die Tiere danach am Lagerfeuer gegessen.

Ein Mitarbeiter der Gemeinde erklärt danach per Mail, dass es sich a) um eine Tierschau und keinen Zoo handelt, b) es dort gar keine Ziegen gibt und c) alle Tiere wohlauf sind.

Beispiel 4: Cholera-Ausbruch in Flüchtlingsaufnahmestelle

Halberstadt: In der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt (kurz: ZASt) soll die Infektionskrankheit Cholera ausgebrochen sein. Das behauptet ein User bei Facebook, die Meldung verbreitet sich schnell. Amtsärztin und Innenministerium dementieren sofort.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07.02.2017 | 19:00 Uhr

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