#MDRklärt Darum stirbt der Feldhamster in Sachsen-Anhalt fast aus und wie das verhindert werden soll

Der Feldhamster gehört in Deutschland mittlerweile zu einer der seltenen Arten. Selbst in seinem Kerngebiet – die Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt – gibt es kaum einen Lebensraum für das Tier. Dabei gab es den Feldhamster vor rund 60 Jahren noch in überdimensionaler Anzahl. #MDRklärt zeigt, womit dieser Rückgang zu tun hat und wie die Nager gerettet werden können.

Laut Umweltministerium Sachsen-Anhalt wurden noch nicht die erwünschten Ziele zum Verbessern der Population erreicht. Es würde an neuen Konzepten gearbeitet, die aber nicht weiter erwähnt wurden.
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Darum stirbt der Feldhamster in Sachsen-Anhalt fast aus und wie das verhindert werden soll
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Bis Ende der 1960er Jahre wurden Feldhamster ausschließlich aus einem Grund bekämpft: Zu DDR-Zeiten gab es eine regelrechte Hamsterplage auf den Feldern des Staates.
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Ab den 1970er Jahren wurden Pelzhändler*innen aus aller Welt auf das kleine Tier aufmerksam und boten Spitzenpreise für Hamsterfelle aus der Börde an.  Jährlich werden bis zu 2 Millionen Hamsterfelle zu Mänteln verarbeitet und schmücken die Models auf den Laufstegen von Paris bis New York. (Etwa 100 Hamster braucht es für einen guten Mantel.)
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Für den Nachschub der Pelze sorgen extra ausgebildete Hamsterfänger*innen. 400 sind es allein im Bezirk Magdeburg. Jährlich wurden so hunderttausende Tiere erlegt. (95 Prozent der Hamsterfelle kommen dabei aus den Bezirken Halle und Magdeburg. )
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 Heute trägt die moderne Landwirtschaft zusätzlich zum Verschwinden des Feldhamsters bei. Zu schnell wird viel zu sauber geerntet und vermeintliches „Unkraut“ vom Acker entfernt. Der Hamster findet keine Nahrung und so keinen Lebensraum.
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Um die Lebensqualität des Hamsters zu erhöhen reicht ein sogenannter Blühstreifen oder Erbsenfelder. Das sind einige Meter breite Säumen bzw. Flächen aus Wildblumen oder anderen Pflanzen inmitten der monotonen Getreidefelder.
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Diese Flächen, die von den Landwirten nicht angetastet werden, bieten dann gezielt Schutz und Nahrung. Doch dafür  braucht man die Bauern und deren Willen den Hamster aktiv zu schützen.
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Laut Umweltministerium Sachsen-Anhalt wurden noch nicht die erwünschten Ziele zum Verbessern der Population erreicht. Es würde an neuen Konzepten gearbeitet, die aber nicht weiter erwähnt wurden.
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Laut Umweltministerium Sachsen-Anhalt wurden noch nicht die erwünschten Ziele zum Verbessern der Population erreicht. Es würde an neuen Konzepten gearbeitet, die aber nicht weiter erwähnt wurden.
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
MDR/Maximilian Fürstenberg

Dieses Thema im Programm bei Der Osten – entdecke wo du lebst am 2. November 2021 | 21:00 Uhr
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