Zweiter Standort in Deutschland Hellofresh: 1.500 neue Jobs für Kochboxen aus Barleben

Der Kochbox-Anbieter Hellofresh baut einen neuen Standort nördlich von Magdeburg auf. Dort sollen 1.500 Arbeitsplätze entstehen. Die Bauarbeiten laufen schon. Der Betrieb soll Ende 2022 starten. Es ist der größte Standort für Hellofresh.

Eine Produktionsstrecke bei Hello Fresh in Verden
Wie hier in Verden (Niedersachsen) werden künftig auch in Barleben Kochboxen verpackt. Bildrechte: Hello Fresh

In Barleben, nördlich von Magdeburg, baut der Kochbox-Anbieter Hellofresh einen neuen Standort auf. 1.500 Arbeitsplätze werden dort geschaffen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird sich das Produktionsvolumen in Deutschland und Österreich mehr als verdoppeln, wenn die Arbeit im Kreis Börde im letzten Quartal 2022 startet.

35.000 Quadratmeter große Halle geplant

Hello Fresh Box
Solche Boxen liefert Hellofresh an seine Kunden Bildrechte: Hello Fresh

Hellofresh reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage, Lebensmittel online zu kaufen. Durch die Investition in Barleben sollen künftig nicht nur mehr Rezepte angeboten werden können. Perspektivisch soll es auch mehr Zusatzprodukte für die Kundinnen und Kunden geben. Bisher verfügt Hellofresh über einen Standort in Verden an der Aller in Niedersachsen.

In Barleben entsteht eine Halle mit 35.000 Quadratmeter Produktions-, Lager- und Bürofläche. Die Produktion soll teils automatisiert laufen. Außerdem ist eine Photovoltaikanlage geplant. Sie soll laut Hellofresh den Energiebedarf „zu großen Teilen“ selbst decken. Wie viel Geld in den neuen Standort investiert wird, wollte das Unternehmen nicht mitteilen. Eine Sprecherin erklärte MDR SACHSEN-ANHALT auf Anfrage, dass 2021 konzernweit 200 Millionen Euro für die Logistik ausgegeben werden sollen.

Über Hellofresh Hellofresh liefert Boxen mit Rezepten und Zutaten zu Kundinnen und Kunden. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und ging 2017 an die Börse. Im ersten Quartal 2021 hat Hellofresh nach eigenen Angaben weltweit mehr als 239 Millionen Boxen an rund 7,3 Millionen Kunden verkauft.

Der erste Spatenstich fand im Mai pandemiebedingt im kleinen Rahmen statt. Das Richtfest ist für November geplant. Der Betrieb soll spätestens 2022 laufen.

Ministerium will Schwerpunkt in Industrie setzen

Für das Landes-Wirtschaftsministerium ist die Ansiedlung ein weiterer Beweis für die Attraktivität des Logistikstandortes Sachsen-Anhalt. Das hat die Pressestelle auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT mitgeteilt. Das Ministerium macht darin aber auch klar, wo der Fokus in der nahen Zukunft liegen wird: man werde "in den kommenden Jahren vor allem Ansiedlungen in dynamisch wachsenden Zukunftsbranchen wie dem Automotive- und Energie-Sektor forcieren, um industrielle Wertschöpfung sowie die Zahl hochwertiger Arbeitsplätze im Großraum Magdeburg zu steigern."

MDR/Mario Köhne

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 05. Juli 2021 | 13:30 Uhr

4 Kommentare

Atheist vor 11 Wochen

Abgesehen davon das diese Produktion nix mit Nachhaltigkeit zu tun hat sondern ehr was für „ungeübte“ Hausfrauen die glauben mit Box kocht das Essen von alleine...
Was sind das dann für Jobs und wie werden diese bezahlt?

DanielSBK vor 10 Wochen

Meine Nachbarin (eine Beamtin) bestellt da immer ... die kann auch nicht kochen ^^ aber hat das nötige "Großgeld" für solche Kinkerlitzchen.

DanielSBK vor 10 Wochen

...und im Himmel ist Jahrmarkt...

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