Ab Dienstag Impfstart bei ersten Hausärzten im Landkreis Börde

Kevin Poweska
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Ab Dienstag wird mit Corona-Impfungen durch Hausärzte im Landkreis Börde begonnen. Die sehen sich gut vorbereitet. Außerdem wird neben dem Impfzentrum auch in Wanzleben und in Wolmirstedt geimpft.

Mitarbeiterinnen eines mobilen Impfteams bereiten im Dorf-Vereinshaus Seidewitz hinter der Theke die Impfdosen für die Corona-Schutzimpfung auf.
Ab Dienstag werden Corona Impfungen im Landkreis Börde auch vom Landambulatorium Börde durchgeführt. Bildrechte: dpa

Im Landkreis Börde starten ab Dienstag die ersten Hausarztpraxen mit den Impfungen gegen das Coronavirus. Eine davon ist das Landambulatorium Börde. Die Landarztpraxis in Groß Ammensleben bekommt laut Praxisleiter Sebastian Brunner 1.000 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer, die planmäßig bis zum Wochenende komplett verimpft werden sollen. "Wenn der Impfstoff da ist, wollen wir ihn auch schnell an die Menschen bringen, damit er nicht im Kühlschrank liegen bleibt – deswegen werden wir auch am Samstag und Sonntag arbeiten", informierte Brunner. Die zweite Impfung werde dann in drei Wochen geliefert.

Weitere Praxen sollen zeitnah folgen

Der Landkreis Börde bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT den Impfstart in Arztpraxen des Landkreises. "Es gibt mehrere Arztpraxen im Landkreis Börde, die sich dazu bereit erklärt haben", teilte Uwe Baumgart mit, Sprecher des Landkreis Börde. Die ersten Impfstoffe seien bereits ausgeliefert. Im ganzen Landkreis würden zeitnah weitere Praxen dazukommen, erklärte der Sprecher. "Es müssen aber zuerst Schulungen für das Personal stattfinden", sagte Baumgart. Eine erste hätte am Freitag stattgefunden.

Impfstart im Landambulatorium ab Dienstag

Bereits seit Montagvormittag wurden vom Landambulatorium Börde die Priorisierungsgruppen eins und zwei telefonisch für Termine in den kommenden Tagen kontaktiert. "Wir werden uns strikt an die Priorisierungsgruppen halten", erklärte Brunner das erste Vorgehen.
Um keinen Impfstoff zu verschwenden, will die Praxis mit einer neuen Ampulle erst dann starten, wenn auch wirklich die möglichen sechs Personen vor Ort sind. "Wir haben das natürlich mitbekommen, dass manchmal Impfstoff nicht verwendet werden kann, weil eben keine Menschen da sind – und das wollen wir bei uns auf jeden Fall verhindern. Sechs Leute können von einer Ampulle geimpft werden und erst, wenn die da sind, wird die Ampulle angebrochen", so Brunner. Sollten am Abend weniger als sechs Personen übrig sein, so würden diese auf die kommenden Tage verteilt.

Übung beim Impfen

Eine ältere Frau bekommt eine Spritze  von einer Frau. Der Corona-Impfsoff wird verabreicht.
Wie hier im Impfzentrum des Salzlandkreis, wird es auch im Landambulatorium Börde ab Dienstag desöfteren einen kleinen Pieks geben. Bildrechte: MDR/Kevin Poweska

Das Landambulatorium in der Börde ist bereits gut geübt in Sachen impfen. Sebastian Brunner erzählte, dass man theoretisch 800 bis 1.000 Personen täglich in den Räumlichkeiten der Landambulanz impfen könnte – deutlich mehr, als es gerade im Impfzentrum Börde möglich sei. "Diese Zahl spielt jetzt zwar noch keine Rolle – aber wir sind ja in Übung und für uns ist das Routine. Wir haben ein Riesenteam zur Verfügung: Vier Ärzte und auch viele Krankenschwestern, die allesamt Impfen dürfen", erklärte Brunner die hohe mögliche Kapazität in der Praxis.
Eine erste Aufklärung zu der Impfung für die Patienten soll es am Dienstag auf dem Parkplatz über einen Monitor geben. Erst danach folgt ein ärztliches Gespräch. Dadurch wolle man im Landambulatorium eine gute und reibungslose Organisation für den Ablauf der Impfung haben – ähnlich wie es in Impfzentren der Fall ist.

Auch Dezentrales Impfen startet in der Börde

Neben dem Impfstart in ersten Arztpraxen beginnt im Landkreis Börde am Dienstag parallel das dezentrale Impfen in Wolmirstedt und Wanzleben. Ausgelagerte Impfzentren sollen in allen Kommunen des Landkreises nach und nach entstehen und die Impfungen auch außerhalb des Impfzentrums ermöglichen, erklärte Uwe Baumgart, Sprecher des Landkreis Börde. "Alles unter der Voraussetzung, dass genug Impfstoff vorhanden ist – aber davon gehen wir im Moment aus", sagte der Sprecher.
Zielgruppe in den dezentralen Impfzentren seien Menschen, die älter als 80 Jahre alt sind. "Alles unter der Voraussetzung, dass genug Impfstoff vorhanden ist – aber davon gehen wir im Moment aus", so Baumgart.

Kevin Poweska
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Über den Autor Kevin Poweska arbeitet trimedial im Funkhaus von MDR SACHSEN-ANHALT. Aktuell ist er im sechsten Semester seines Bachelor-Studiengangs Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Während seines Studiums absolvierte er bereits ein Praktikum bei der Braunschweiger Zeitung. In seiner Freizeit ist Kevin gerne sportlich aktiv: Zudem ist er journalistisch sportlich voll dabei: Kevin führt einen Blog zu den Deutschen Tennisherren.

MDR, Kevin Poweska

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 17. März 2021 | 09:30 Uhr

2 Kommentare

do it yourself vor 8 Wochen

FRAGE: was wird geimpft?
ist russischer Impfstoff Sputnik V echte Alternative zu AstraZeneca?
welchen Impfstoff hat welche Arztpraxis?
wäre es besser noch etwas zu warten, wenn so unsicher gesundheitsgefährdendes geimpft wird?

AlexLeipzig vor 9 Wochen

Gute Nachrichten aus der Börde! Hoffen wir, daß es nun auch bald flächendeckend in den Hausarztpraxen losgeht, ich denke, die meisten Praxen stehen "in den Startlöchern". Viel Erfolg!!

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