Wolmirstedt Leiche im Teppich: Mann muss sechs Jahre ins Gefängnis

28. März 2023, 15:32 Uhr

In Magdeburg wurde am Dienstag ein Mann aus Afghanistan zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, einen Landsmann getötet zu haben. Das Landgericht entschied auf Körperverletzung mit Todesfolge. Weil Nachbarn einen Verwesungsgeruch wahrnahmen, entdeckte die Polizei im Juli 2022 in einer Wohnung in Wolmirstedt eine Leiche. Der Mann war gewaltsam zu Tode gekommen und danach in einen Teppich eingerollt worden. Der mutmaßliche Täter stand seit Januar vor Gericht.

Im Prozess um eine in einen Teppich eingerollte Leiche wurde am Dienstag ein afghanischer Staatsbürger zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Der 26-Jährige soll seinen Landsmann getötet und in einen Teppich eingerollt haben. Dafür musste er sich bereits seit Mitte Januar vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. Das Gericht verurteilte ihn nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Stich in den Bauch ist Todesursache

In einem Mehrfamilienhaus in Wolmirstedt im Landkreis Börde hatten Nachbarn Mitte Juli vergangenen Jahres Verwesungsgeruch festgestellt und riefen die Polizei. Die Beamten öffneten die Wohnung und fanden den verbluteten Wohnungsinhaber in dem Teppich. Der Angeklagte soll sein Opfer mit einem Stich in den Bauch verletzt haben, woraufhin der Mann starb.

Zu Prozessbeginn hatte das Gericht darauf hingewiesen, dass für den mutmaßlichen Täter auch eine Unterbringung in einer Psychiatrie und in einer Entziehungsanstalt in Frage hätte kommen können. Das Gericht entschied sich für die Gefängnisstrafe. Zum Ablauf der Tat und zu möglichen Motiven schwieg der Angeklagte in dem Prozess. Er soll mit dem Opfer befreundet gewesen sein.

dpa/MDR (Leonard Schubert, Daniel Salpius, Annette Schneider-Solis, Stefanie Hornig)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. März 2023 | 16:00 Uhr

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