Riesenschlange auf der Flucht Noch ein letzter Versuch, den Python von Haldensleben zu finden

Der vor zwei Wochen ausgebüxte Python von Haldensleben bleibt spurlos verschwunden. Mit einer letzten Suchaktion wollen die Behörden das Tier am Donnerstag doch noch finden. Experten sind allerdings eher skeptisch und schätzen auch die Gefahr, die von der Schlange ausgeht, als sehr gering ein.

Python
Konnte sich aus jedem Versuch, ihn zu fassen, herauswinden: der Python von Haldensleben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Er ist Suchmannschaften, Drohnen und Fallen entkommen: Seit zwei Woche ist in Haldensleben ein Python auf der Flucht. Am Donnerstag wird ein letzter großer Versuch gestartet, das Tier doch noch zu erwischen. Dazu wurden auch die Kisten am Ufer der Ohre noch einmal versetzt. Sie wurden vergangene Woche verteilt, damit sich das Tier dorthin zurückziehen kann. Bisher hat der Python die Kisten allerdings gemieden.

Experten bezweifeln, dass die Schlange gefunden werden kann. Allerding sei es für den Python insbesondere nachts viel zu kalt zum Jagen, sagt Schlangenexperte Markus Weier. Die jetzt kühlen Temperaturen würden das Tier in den Aktivitäten stark ausbremsen und in absehbarer Zeit erkranken oder sterben lassen, sofern es nicht gefunden wird.

Woher kommen Pythons?

Python (Malayopython reticulatus / Python reticulatus)
Es gibt über 40 Python-Arten. (Archivbild) Bildrechte: imago images/Philippe

Pythons sind Riesenschlangen. Für gewöhnlich leben sie in Afrika, Südasien, Südostasien und Australien. Zur Familie der Pythons gehören mehr als 40 Arten. Die Schlangen sind nicht giftig. Ihre Beute erlegen sie, indem sie sie mit einem Biss packen, umschlingen und dann erdrücken. Netzpythons sind allerdings nachtaktiv, daher ist unklar, ob das Tier überhaupt tagsüber unterwegs ist.

Keine Gefahr für Menschen und Haustiere

Daher schätzt er die Gefahr, die von dem Tier ausgeht, auch als sehr gering ein. "Ein drei Meter langer Netzpython ist noch gut zu handhaben und stellt für einen Erwachsenen keine Gefahr dar. Er wird weder Kinder oder Personen angreifen, auch keinen Hund. Seine Nahrung waren unter menschlicher Obhut mit ziemlicher Sicherheit Ratten. Etwas anderes kennt er gar nicht", so Weier. Er gehe auch nicht davon aus, dass Katzen der Schlange zum Opfer fallen könnten.

Mögliche Sichtungen der Polizei melden

Das Fehlen der in einer Wohnung gehaltenen Schlange war nach Angaben der Polizei am 24. Juli bemerkt worden. Die Umstände gelten bislang als ungeklärt. Trotz mehrerer Suchaktionen, vor allem an der nahen Ohre, ist das Tier bisher verschwunden geblieben.

Wer die Schlange sieht, soll nach Angaben der Polizei unbedingt Abstand halten und die Notrufnummern 110 oder 112 wählen.

MDR/Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 04. August 2021 | 12:30 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Landkreis Börde, Harz und Magdeburg

Mehr aus Sachsen-Anhalt