Würgeschlange auf der Flucht Ausgebüxter Python in Haldensleben: Letzte Suchaktion ohne Erfolg

Am Donnerstag hat die Stadt Haldensleben einen letzten Versuch gestartet, den vor zwei Wochen entwischten Netzpython zu finden. Doch von der Schlange fehlt weiter jede Spur. Jetzt wird auf die aufgestellten Rückzugskisten gesetzt.

Zwei Feuerhwehrmänner laufen durch einen Fluss.
Der Python wird in der Nähe der Ohre vermutet – nicht weit von dort, wo sie einmal zu Hause war. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz

Ein entwischter Netzpython hält seit gut zwei Wochen die Stadt Haldensleben und die ganze Region auf Trab. Das Tier war aus einer Wohnung entwischt. Mehrere Suchaktionen verliefen erfolglos. Am Donnerstag hatte die Stadt eine vorerst letzte offizielle Suche gestartet.

Mehrere Feuerwehrleute suchten die Ohre und ihr Ufer nach der Würgeschlange ab. Ein Erfolg blieb aber erneut aus. Nun wird auf die Kisten gesetzt, die am Flussufer aufgestellt wurden. Das Tier soll sie als Rückzugsort annehmen. Laut Experten besteht jedoch kaum eine realistische Chance, die Schlange noch lebend zu finden.

Ausgebüxt Suche erfolglos: Python in Haldensleben bleibt verschwunden

Zwei Feuerhwehrmänner laufen durch einen Fluss.
Feuerwehrleute haben am Donnerstag in Haldensleben nach einem ausgebüxten Python gesucht – allerdings ohne Erfolg. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz
Zwei Feuerhwehrmänner laufen durch einen Fluss.
Feuerwehrleute haben am Donnerstag in Haldensleben nach einem ausgebüxten Python gesucht – allerdings ohne Erfolg. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz
Ein Feuerhwehrmann läuft durch einen Fluss.
Mehrere Helfer hatten die Ohre und das Ufer nach der Schlange durchkämmt. Laut Angaben der Stadt war das die vorerst letzte großangelegte Suchaktion, um das Tier zu finden. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz
Ein Feuerhwehrmann schaut in eine geöffnete Holzkiste an einem Flussufer.
Jetzt sollen nur noch die aufgestellten Rückzugskisten regelmäßig kontrolliert werden. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz
Eine große Holzkiste mit einer kleinen Öffnung  steht im Gestrüpp.
Sechs solcher Kisten wurden entlang der Ohre aufgestellt. Die Schlange soll sie im besten Falle als Rückzugsort annehmen. Um das kälteempfindliche Tier anzulocken, sind die Kisten mit Heizkissen ausgestattet. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz
Ein Schild mit einem Warnhinweis für eine Schlangenfalle.
Die Rückzugskisten sind gekennzeichnet. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sie nicht zu berühren oder zu versetzen. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz
Python
Der Netzpython war vor zwei Wochen aus einer Wohnung in Haldensleben entkommen. Die Gefahr, die von dem Tier ausgeht, wird als gering eingestuft, sowohl für Menschen als auch für Hunde und Katzen.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 05.08.2021 | 19:00 Uhr

MDR/Cornelia Winkler
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Mögliche Sichtungen der Polizei melden

Das Fehlen der in einer Wohnung gehaltenen Schlange war nach Angaben der Polizei am 24. Juli bemerkt worden. Die Umstände gelten bislang als ungeklärt. Wer die Schlange sieht, soll nach Angaben der Polizei unbedingt Abstand halten und die Notrufnummern 110 oder 112 wählen.

Woher kommen Pythons?

Python (Malayopython reticulatus / Python reticulatus)
Es gibt über 40 Python-Arten. (Archivbild) Bildrechte: imago images/Philippe

Pythons sind Riesenschlangen. Für gewöhnlich leben sie in Afrika, Südasien, Südostasien und Australien. Zur Familie der Pythons gehören mehr als 40 Arten. Die Schlangen sind nicht giftig. Ihre Beute erlegen sie, indem sie sie mit einem Biss packen, umschlingen und dann erdrücken. Netzpythons sind allerdings nachtaktiv, daher ist unklar, ob das Tier überhaupt tagsüber unterwegs ist.

MDR/Cornelia Winkler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 06. August 2021 | 05:00 Uhr

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