Nach falschem Alarm Entwichener Python aus Haldensleben soll mit Kisten gefangen werden

In Haldensleben ist die Suche nach einem entwischten Netzpython am Dienstag mit einer neuen Strategie fortgesetzt worden. Eine angebliche Sichtung am Montag hatte sich als Fehlalarm entpuppt. Jetzt sollen Kisten aufgestellt werden, die der Schlange eventuell als Rückzugsort dienen könnten.

Mehrere Männer stellen Kisten auf, um eine entwichene Schlange einzufangen.
Die „Schlangenjäger“ der Freiwilligen Feuerwehr Haldensleben Bildrechte: Stadt Haldensleben

Der entwichene Python ist weiter in oder um Haldensleben im Landkreis Börde unterwegs. Das Fehlen der drei Meter langen Würgeschlange war am Samstag bemerkt worden. Seitdem wird das Tier vermisst.

Seit Dienstag wird die Suche von der Feuerwehr mit einer neuen Strategie fortgesetzt. Auf Anraten eines Experten verteilten die Wehrleute entlang der Ohre sechs Kisten, die von der Schlange eventuell als Rückzugsort angenommen wird. Die Kisten werden regelmäßig kontrolliert. Sie sind gekennzeichnet, die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Kisten nicht zu berühren oder zu versetzen.

Fehlalarm am Montag

Am Montagvormittag hatte es kurzzeitig so ausgesehen, als ob die Suche erfolgreich war. Lutz Zimmermann, Sprecher der Stadt Haldensleben, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, in einem Teich auf einem Privatgrundstück sei eine Schlange entdeckt worden. Daraufhin rückten Polizei und Feuerwehr aus. Doch die vermeintliche Sichtung war ein Fehlalarm. Weitere Hinweise habe es bis zum Montagmittag nicht gegeben, so die Polizei.

Wohnung des Halters untersucht

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr untersuchten am Montag auch noch einmal die Wohnung des Halters der Würgeschlange. Er befindet sich momentan in ärztlicher Behandlung. Aus der Wohnung des Mannes war das beige-braune Tier am Sonnabend entwischt. Ursprünglich hatten die Behörden gemeldet, dass der Python eine grünliche Farbe haben soll.

Die Bürgerinnen und Bürger in der Region seien zwar zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, so die Stadt. Zu Panik bestehe jedoch kein Anlass. Die Würgeschlange greife nicht von sich aus an. Allerdings könnten Haustiere wie Katzen oder Hunde bis zu 20 Kilogramm in das Beuteschema der Schlange fallen.

Bei Sichtung der Python: Abstand halten und den Notruf wählen

Pythons sind Riesenschlangen. Für gewöhnlich leben sie in Afrika, Südasien, Südostasien und Australien. Zur Familie der Pythons gehören mehr als 40 Arten. Die Schlangen sind nicht giftig. Ihre Beute erlegen sie, indem sie sie mit einem Biss packen, umschlingen und dann erdrücken. Netzpythons sind allerdings nachtaktiv, daher ist unklar, ob das Tier überhaupt tagsüber unterwegs ist.

Wer die Schlange sieht, soll nach Angaben der Polizei unbedingt Abstand halten und die Notrufnummern 110 oder 112 wählen.

Python aus Haldensleben
So sieht der ausgebüxte Python aus. Bildrechte: Stadt Haldensleben/privat

MDR/Gero Hirschelmann, Sören Thümler, Mario Köhne

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 26. Juli 2021 | 19:00 Uhr

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