Auch Quedlinburg betroffen Entwarnung nach Bombendrohung gegen Impfzentrum Wernigerode

Ein Unbekannter hat eine Bombendrohung gegen das geschlossene Impfzentrum in Wernigerode gerichtet. Die Polizei räumte zur Sicherheit auch das Impfzentrum in Quedlinburg. Am späten Abend gab es Entwarnung.

Einsatzkräfte der Polizei stehen vor dem Impfzentrum in Quedlinburg
Nach einer Bombendrohung gegen das Impfzentrum Wernigerode ist auch die Einrichtung in Quedlinburg durchsucht worden. Bildrechte: dpa

Nach einer Bombendrohung gegen das Impfzentrum in Wernigerode kann der Betrieb wieder aufgenommen werden. Die Polizei hat Entwarnung gegeben. Eine unbekannte Person hatte nach Angaben der Polizei am späten Freitagnachmittag beim Landkreis Harz angerufen und die Einstellung des Impfbetriebs gefordert.

Einsatz der Polizei auch in Quedlinburg

Demnach hatte die Person mit einer Bombe gedroht. Die Polizei weitete daraufhin den Polizeieinsatz in Absprache mit dem Landkreis auch auf das geöffnete Impfzentrum im wenige Kilometer entfernten Quedlinburg aus. Zur Sicherheit wurde dieses Impfzentrum evakuiert.

Mehrere Dutzend Menschen waren laut Polizei in Sicherheit gebracht worden. Beide Einrichtungen wurden mit Sprengstoff-Spürhunde kontrolliert. Am späten Abend teilte die Polizei mit, dass in beiden Impfzentren keine explosionsfähigen Gegenstände gefunden wurden.

Quedlinburg. Am Mittag wurde das Impfzentrum wegen einer Bombendrohung vorsorglich evakuiert
Mehrere Sprengstoff-Spürhunde waren im Impfzentrum Quedlinburg im Einsatz. Bildrechte: dpa

Schmierereien in Sangerhausen gefunden

Das Impfzentrum am Kupferhammer in Wernigerode hatte zum Zeitpunkt der eingehenden Drohung nicht geöffnet. In der Einrichtung wird derzeit zwei Mal in der Woche geimpft, sie war zuletzt am Donnerstag geöffnet. Nach der Entwarnung soll am heutigen Sonnabend der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Auch in Sangerhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz haben Unbekannte ihren Unmut gegen Impfungen gegen das Coronavirus zum Ausdruck gebracht. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sind das Impfzentrum und weitere Gebäude mit Farbe beschmiert worden. An insgesamt 18 Orten seien Äußerungen gegen Corona-Maßnahmen und das Impfen gefunden worden.

dpa, MDR (Marvin Kalies)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 08. Januar 2022 | 08:00 Uhr

11 Kommentare

Sharis vor 24 Wochen

Eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe ist unmöglich, wenn eine Seite auf Fakten & Forschung setzt & die andere auf FakeNews, Verschwörungstheorien & Bauchgefühl.

Simone vor 24 Wochen

@oss11231
Gegenfrage um was geht es den bei diesen Spaziergängen eigentlich? Da es weder Veranstalter noch Organisatoren mit einer Agenda gibt darf sich da jeder irgendwas herausssuchen.
Für mich schwingt da viel von der in Ostdeutschland bei vielen Menschen verbreiteten 'Argumentationslogik' mit, dass man sich furchtbar aufregt, wütend wird und glaubt den Staat nötigen zu können, indem man sich radikalisiert oder irgenwelche Extremisten unterstützt.

So ganz haben diese Menschen meiner Meinung nach noch nicht verstanden wie Demokratie läuft. Sich zu radikalisieren und andere Menschen zu bedrohen ist keine Ausdrucksform der Demokratie.

Jana vor 24 Wochen

@Opinion

Entschuldigung, aber da bin ich absolut nicht ihrer Meinung!
Es gibt Regeln für Demonstrationen und die haben in unserem Land seit Jahrzehnten gut funktioniert. Trotz dieser Regeln haben bei uns Neonazis, Atomkraftgegner, Umweltaktivisten, und tausende anderer Gruppen demonstriert und auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Wo soll also der Mehrwert sein, wenn man Versammlungen nicht anmeldet, keine Verantwortlichen benennt, keinerlei Absprachen mit der Polizei trifft und bei Ausschreitungen es plötzlich niemand gewesen sein will, der dafür die Verantwortung trägt.

Wer gibt ihnen das Recht Verkehrswege zu blockieren, Verkehrsteilnehmer zu nötigen und Demonstrationsteilnehmer einer Gefahr auszusetzen, weil es keinerlei Absicherung durch Polizei und Rettungsdienste gibt?

Bei diesen Spaziergängen geht es nicht um die Sache, sondern darum Grenzen zu verschieben, zu provozieren, den Staat zu nötigen. Verantwortung übernimmt keiner der Beteiligten!

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