Millionenförderung Harzgerode kann Industriepark deutlich vergrößern

Die Stadt Harzgerode erhält rund neun Millionen Euro für den Ausbau ihres Industrieparks. Dieser soll in den kommenden drei Jahren deutlich vergrößert werden. Wie der Bürgermeister der Stadt mitteilte, sollen sich bereits ansässige Unternehmen erweitern, aber auch neue ansiedeln.

Industriepark Harzgerode
Der Industriepark in Harzgerode wächst. Mit rund neun Millionen Euro soll er in den kommenden Jahren vergrößert werden. Bildrechte: PantherMedia / Daniel Kühne

Die Stadt Harzgerode bekommt vom Land Sachsen-Anhalt eine Millionenförderung. Das Land überweist der Stadt für den Ausbau ihres Industrieparks mehr als neun Millionen Euro. Das Geld wird unter anderem in neue Strom-, Gas- und Wasserleitungen investiert sowie in neue Telekommunikationsanlagen. Außerdem sollen rund 600 Meter neue Straßen und Gehwege entstehen.

Die Gewerbefläche im Industriepark soll damit bis Ende 2024 auf insgesamt rund 16 Hektar verdoppelt werden. Die Fördergelder in Höhe von 9,14 Millionen Euro kommen je zur Hälfte vom Land und vom Bund. Harzgerode selbst schießt gut 480.000 Euro dazu.

Industriepark: Arbeitsort für rund 3.800 Menschen

Harzgerodes Bürgermeister Marcus Weise (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, in dem Industriepark hätten sich in den letzten fünf Jahren etliche Unternehmen angesiedelt. "Darunter Zulieferer der Autoindustrie, ein Betrieb der Rheinmetall AG und andere", so Weise.

Sie haben im Ort rund 100 Millionen Euro investiert, 200 neue Arbeitsplätze sind entstanden.

Marcus Weise (CDU) – Bürgermeister Harzgerode

Insgesamt sind im Industriepark rund 3.800 Menschen beschäftigt. Harzgerode ist dem Bürgermeister zufolge ein Standort für "Einpendler". "Die wenigsten, die hier arbeiten, leben auch im Ort", so Weise. Der Förderbescheid ermögliche es den ansässigen Unternehmen, sich zu erweitern. Es soll aber auch neue Ansiedlungen geben." Nach Worten des Bürgermeisters gibt es bereits Interessenten.

MDR (Dagmar Borchert, Cornelia Winkler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Januar 2022 | 07:00 Uhr

1 Kommentar

Nelke vor 1 Wochen

Ein schwieriges Thema: jeder EU-Staat, jedes Bundesland und jede kommunale Gebietskörperschaft kämpft um Industrieansiedlung mittels hohem Steuergeldeinsatz. Und diese Abhängigkeit kostet nicht selten Kraft, Energie und Naturraum. Ist dann der Standort nicht mehr attraktiv genug, wird der Laden eben dichtgemacht. Siehe die hochgeförderte Westberliner Industrie (u.A. Tabak, Kaffee und Verpackungsindustrie), die in den 90er Jahren nach Ende der Förderung abgebaut wurde. Oder auch den Windradhersteller in Magdeburg usw. Dabei kann jede Region nur hoffen, mit dem Mitteleinsatz etwas zu bewirken, bezahlte Arbeit und Steuereinnahmen zu schaffen. Gut, daß der Begriff "staatsmonopol-istischer Kapitalismus" nur eine ideologische Phantasie war.
Hoffentlich wird in Harzgerode etwas Sinnvolles und Dauerhaftes draus.

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