Schau zu Wasserknappheit Landkreis Harz: Wenn 100 Boote auf dem Trocknen hängen

Hoch oben hängen Holzboote von einer Scheunendecke herab. Ganze 100 Boote sind dort angebracht und bilden den Kern einer Performance-Schau, die am Wochenende in einem Dorf im Landkreis Harz eröffnet hat – um Wasserknappheit zu problematisieren.

Holzboote an der Decke
Holzboote an der Decke sollen auf die Wasserknappheit in der Region aufmerksam machen. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Sie hängen neben- und übereinander vom Dach bis kurz über den Erdboden. Rund 100 historische Paddelboote sind auf diese Weise in einer großen, alten Scheune im Dörfchen Huy-Neinstedt aufgehängt. Boote, unter denen nun Besucher hin- und herlaufen. Das einzige, was weit und breit nicht zu finden ist? Wasser.

Das ist das Konzept einer Ausstellung, die die Halberstädter Künstlerin Ilka Leukefeld auf die Beine gestellt hat und mit der sie auf das Thema Wasserknappheit aufmerksam machen will.

Ausstellung "Keine Handbreit Wasser" Zu Land und in der Luft

Holzboote an der Decke
Rund 100 Holz- und Faltboote hängen in einer Scheune in Huy-Neinstedt (Landkreis Harz) "auf dem Trocknen". Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Holzboote an der Decke
Rund 100 Holz- und Faltboote hängen in einer Scheune in Huy-Neinstedt (Landkreis Harz) "auf dem Trocknen". Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Ein Banner zur Ausstellung, auf dem Titel genannt wird: "Hundert Boote – Eine Karawane wandert über den Huy"
Sie sind Teil einer Kunstaktion unter dem Titel "Keine Handbreit Wasser". Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Besucher in einer Ausstellung in einer Scheune
Besucher schauen sich die hängenden Boote an. Denn seit dem 29. August sind sie als Ausstellung für die Öffentlichkeit zu sehen. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Holzboote an der Decke
Bevor sie aufgehängt wurden, hatten dutzende freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Boote über den kleinen Höhenzug Huy hinweggetragen. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Besucher in einer Ausstellung in einer Scheune
Künstlerin Ilka Leukelfeld (l.) begrüßte die Besucher zur Ausstellungseröffnung in der Scheune. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Holzboote an der Decke
Quelle: MDR/Carsten Reuß Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
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Holzboote an der Decke
Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Eröffnung war am Wochenende. Bis dahin haben die Boote bereits einen längeren Weg hinter sich gebracht. Denn die Schau ist der Höhepunkt einer Kunst-Aktion, die schon vor wenigen Wochen für Aufsehen gesorgt hat: Da trugen rund 80 Freiwillige die Boote kilometerweit über den kleinen Gebirgszug Huy, unter sengender Juli-Sonne, abschnittsweise auch durch den schattigen Wald.

Teilnehmer der Kunstaktion «Keine Handbreit Wasser» tragen historische Holzkanus über den Huy.
Ende Juli: So sah das aus der Luft aus, als die Boote über den Huy getragen wurden. Bildrechte: dpa

Die Aktion auf dem Trocknen und die nun eröffnete Schau sollen unter dem Titel "Keine Handbreit Wasser" die mangelnden Wasserressourcen der Erde und sinkende Grundwasserpegel problematisieren.

Besucher in einer Ausstellung in einer Scheune
Ilka Leukefeld (l.) zur Eröffnung in der Scheune. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Künstlerin Leukefeld fand verschiedene Partner für ihre Idee, darunter Karin Hallinger, die zur Mitiniatorin wurde. Hallingers Mann war es, der die Boote – es sind sowohl Holz- als auch Faltboote – ursprünglich gesammelt und sie nun zu der Aktion begesteuert hat. Damit sind sie zu Kunstobjekten avanciert. Zu sehen sind sie noch bis zum 2. Oktober.

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MDR/Carsten Reuß, Mandy Ganske-Zapf

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 30. August 2021 | 19:00 Uhr

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