Kampf gegen Klimawandel Ärzte in Sachsen-Anhalt pflanzen Bäume im Harz

Setzt man dem Klimawandel nichts entgegensetzen, steuert man einer medizinischen Katastrophe entgegen – das sagt der Präsident der Ärztekammer. Deshalb wollen die Ärzte und Ärztinnen in Sachsen-Anhalt dabei helfen, den Harz aufzuforsten.

Sven Schulze (l), Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus und Forsten in Sachsen-Anhalt pflanzt Roteichen.
Der Forstminister (li.) Sven Schulze (CDU) und der Ärztekammerpräsident Uwe Ebmeyer (nicht im Bild) pflanzen Roteichensetzlinge. Bildrechte: dpa

Ärztinnen und Ärzte in Sachsen-Anhalt unterstützen die Aufforstung im Harz. Der Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Uwe Ebmeyer, hat am Freitag mit Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) in Wernigerode erste Setzlinge im Stadtpark gepflanzt. Die Ärztekammer spendete zudem 13.000 Euro.

Mit dem Geld könnten im Forst Wernigerode 5.000 Bäume gepflanzt werden, teilte ein Pressesprecher der Ärztekammer MDR SACHSEN-ANHALT mit. Insgesamt sollen 14.000 Bäume gesetzt werden. Der Forst Wernigerode soll künftig ein Mischwald unter anderem mit Eichen und Buchen werden, da dieser den Klimaveränderungen besser standhalten kann.

Wald in schlechtem Zustand

Ebmeyer sagte: "Wenn wir dem schnell fortschreitenden Klimawandel nichts entgegensetzen, steuern wir langfristig einer medizinischen Katastrophe entgegen." Gesundheit gehe stets mit einer intakten Umwelt einher. Der Forstminister sprach von einem wichtigen Signal.

Der Wald im Harz ist in einem schlechten Zustand. Das geht aus einem Bericht des Forstministeriums hervor, der kürzlich vorgestellt wurde. Demnach sind zwölf Prozent aller Bäume stark beschädigt. Die Kronen sind deutlich zu licht. Zu den Gründen gehört Trockenheit. Im Sommer hatte es zudem mehrere Waldbrände gegeben.

dpa,MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 11. November 2022 | 22:00 Uhr

14 Kommentare

O.B. vor 12 Wochen

"Setzt man dem Klimawandel nichts entgegensetzen, steuert man einer medizinischen Katastrophe entgegen – .."

Man pflanzt Bäume um einer medizinischen Katastrophe entgegen zu wirken. Vorgestern hat man beschlossen der Standort Wald ist gut für Windräder. Ergo pflanzt man 14000 Bäume aber andererseits Holzt man ...... ab. Daraus ergibt sich das man erstmal ein Problem beseitigt nämlich das mit der Energie. Also erst Energie und dann Gesundheit 🤷‍♂️. Die Bäume sind doch jetzt eher symbolisch um auf ein Problem aufmerksam zu machen. Was ich übrigens begrüße. Das Problem ist nur das wir bei Abholzung für Windräder weiter auf die medizinische Katastrophe zu steuern. Somit werden dann die Menschen erstmal behandelt werden müssen bis man seinen Fehler einsieht. Jetzt 💡!?

gertB.ausJ vor 12 Wochen

Das sollte sicherlich ein intelligenter Kommentar werden,hat aber nicht funktioniert. Ein Mix aus verschiedenen Massnahmen hilft, allerdings sehen das verborte Nullen erfahrungsgemäß anders.

O.B. vor 12 Wochen

Tja man hat ja nun erstmal für saubere Energie entschieden Liebe Ärzte. Da müssen wohl erstmal Medikamente und Therapien genügen. Ein Problem nach dem anderen.

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