Gefahr durch herunterfallende Äste Wegen Sturm: Nationalpark Harz warnt vor Waldbesuchen

Wegen des anhaltend stürmischen Wetters und einer amtlichen Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen auf dem Brocken rät der Nationalpark Harz vom Betreten der Wälder ab. Es besteht Gefahr durch herunterfallende Äste und Bäume, die umstürzen können.

Der erste Sommersturm des Jahres tobt derzeit auf dem Brocken.
In den Harz-Wäldern rund um den Brocken werden in den kommenden Tagen zum Teil schwere Sturmböen erwartet. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Waldbesuche im Harz können in den kommenden Tagen lebensgefährlich sein. Darauf verweist der Nationalpark Harz mit Blick auf angekündigte Sturmböen. Angesichts des anhaltend stürmischen Wetters und einer amtlichen Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen auf dem Brocken rät der Nationalpark vom Betreten der Wälder ab.

Lebensgefahr im Wald

Wie der Nationalpark mitteilte, besteht durch das stürmische Wetter im Wald eine akute Gefahr für Leib und Leben, weil Äste herunterfallen oder sogar Bäume entwurzelt werden können.

Während des Sturmes und auch in den ersten Tagen danach sollte auf Waldbesuche unbedingt verzichtet werden.

Nationalpark Harz

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Brocken vor orkanartigen Böen gewarnt. Bereits am Donnerstagnachmittag seien Windgeschwindigkeiten von rund 100 Kilometern pro Stunde erreicht worden, in der Nacht werde der Sturm noch zunehmen.

Sturm vor allem am Wochenende

Nach einem nicht ganz so stürmischen Freitag mit Windgeschwindigkeiten um 70 Kilometer pro Stunde werde für Samstag der Höhepunkt des Sturms erwartet. Ab Freitagmittag sei mit Orkanböen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde zu rechnen. Die Nationalpark-Mitarbeiter bemühten sich, Wege von gebrochenen Bäumen oder Baumkronen rasch zu befreien, hieß es weiter aus der Verwaltung. Da sie bei Sturm aber ebenfalls nicht im Wald arbeiten dürften, könnten einzelne Wege vorübergehend unbegehbar sein.

Ein Waldstück mit abgestorbenen Fichten an den Hängen des Brockens.
Der Harzwald befindet sich in schlechtem Zustand – bei Sturm können Wanderungen lebensgefährlich werden. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Angesichts der erwarteten Böen rät der DWD, Gegenstände im Freien zu sichern und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Von einem Aufenthalt im Freien werde zudem dringend abgeraten. Insbesondere von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen solle Abstand gehalten werden.

MDR (Thomas Tasler), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 27. Januar 2022 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

ElBuffo vor 15 Wochen

Klar. Es ist ja auch von Wald die Rede, und nicht von Fichtenschonungen. Aber sicher macht auch eine abgestorbene Fichte Aua am Kopf, wenn sie auf selbigen fällt.

wer auch immer vor 15 Wochen

Stehen überhaupt noch Bäume im Harz die zur Gefahr werden können ?

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