222 Stempel-Stellen Fünfstellige Verkäufe pro Jahr: Pässe für die "Harzer Wandernadel" sind begehrt

67.000 Menschen haben sich in diesem Jahr schon dafür entschieden: Sie wollen die Stempel der "Harzer Wandernadel" sammeln und können so Wanderkaiserin oder -kaiser werden. Eine Bilanz.

Blick auf ein Stempelheft der Harzer Wandernadel.
So werden die Stempel der "Harzer Wandernadel" extra in einem Pass gesammelt. Bildrechte: dpa

Durch den Harz wandern, Stempel in den zuvor erworbenen Wanderpass drücken und Wanderkaiserin oder -kaiser werden: Die mit dem Wanderkurs verbundene "Harzer Wandernadel" ist sehr begehrt. "Wir haben in diesem Jahr bereits 67.000 Pässe verkauft", berichtet Klaus Dumeier, Geschäftsführer der Harzer Wandernadel GmbH. Im vergangenen Jahr seien 90.000 Pässe ausgegeben worden, sagt er weiter. "Auch in diesem Jahr wollen wir auf 90.000 bis 100.000 kommen."

In diesem Jahr haben bereits mehr als 1.000 Frauen und Männer alle 222 Stempelabdrücke an Stationen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen gesammelt und dürfen sich Harzer Wanderkaiser oder Harzer Wanderkaiserin nennen. Dafür gibt eine Anstecknadel aus Harzgestein, eine Urkunde und einen vom Vornamen abgeleiteten Adelstitel samt Eintrag in die Online-Majestätenliste. Kinder bis elf Jahre dürfen sich als Wanderprinzessin oder Wanderprinz bezeichnen, wenn sie elf der Stempel gesammelt haben – knapp 2.800 waren es bisher 2021.

Wandern mit besonderen Thementouren

Neben der umfangreichen Harztour bietet die Harzer Wandernadel auch spezielle Thementouren an. Der "Klosterwanderweg" führt zum Beispiel zu Klöstern, Klostergärten und Kirchen. Die "Harzer Geschichtsorte" weisen 32 besondere Stempelstellen auf, bei denen der Wanderer an Wehrtürmen und Verliesen, Festsälen und Schatzkammern Halt macht. Auf dem "Lutherweg" geht es auf den Spuren des Reformators entlang. Zu allen Touren gibt es Begleithefte und an allen Routen besondere Stempel. "Wer auch die Stempel der Thementouren sammelt, kommt zum Schluss auf über 350 Stempelstellen", so Dumeier.

Bisweilen befindet sich dort allerdings kein Stempel, Vandalismus mache den Organisatoren zu schaffen, erklärt Dumeier. Deshalb reiche es auch, sich den an der Stempelstelle angebrachten dreistelligen Code ins Wanderheft einzutragen.

Quelle: MDR/Johanna Daher, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. Oktober 2021 | 06:30 Uhr

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