Wintersport Skipisten im Harz warten auf Schnee

Der Januar ist eigentlich die perfekte Zeit für Wintersport. Auch die Betreiber von Pisten und Liften stehen in den Startlöchern. Doch Skifahren oder Rodeln sind im Harz aktuell fast gar nicht möglich. Lediglich zwei Rodelbahnen sind geöffnet und an manchen Orten sind Winterwanderungen möglich. Für mehr fehlt der Schnee. Das könnte sich in der kommenden Woche ändern.

Schneekanonen beschneien die Skipiste an der Hexenritt-Abfahrt auf dem Wurmberg im Harz mit Kunstschnee.
Die Skipiste auf dem Wurmberg in Braunlage wird beschneit, damit sie bald geöffnet werden kann. Bildrechte: dpa

Die Skigebiete im Harz sind bereit für Wintertouristinnen und -touristen. Einziges Problem: Der Schnee fehlt. Aktuell sind im gesamten Harz alle Skigebiete geschlossen und die Loipen noch nicht gespurt. Die dafür notwendige Schneedicke ist noch nicht erreicht, sagte Madeline Pagenkemper vom Harzer Tourismusverband MDR SACHSEN-ANHALT. Zudem wird am Wochenende ein Sturm erwartet.

Auch auf dem Wurmberg in Braunlage (Niedersachsen), dem höchstgelegenen Skigebiet im Harz, reicht der Schnee noch nicht aus. Obwohl die Schneekanonen die Skipiste an der Hexenritt-Abfahrt in der Nacht zum Freitag mit Kunstschnee beschneit haben, sagte ein Sprecher des Landkreises Goslar. Der Betrieb der Seilbahn wurde am Freitag wegen des erwarteten Sturms eingestellt.

Das sind die beliebtesten Skigebiete im Harz

  • Wurmbergseilbahn in Braunlage (Niedersachsen): 14 Pisten aller Schwierigkeitsgrade mit einer Gesamtlänge von 12,5 Kilometern, sechs Lifte.
  • Matthias-Schmidt-Berg in St. Andreasberg (Niedersachsen): drei Pisten aller Schwierigkeitsgrade mit einer Gesamtlänge von elf Kilometern, vier Lifte.
  • Sonnenberg in St. Andreasberg: drei Pisten aller Schwierigkeitsgrade mit einer Gesamtlänge von 3,5 Kilometern, vier Lifte.
  • Bocksberg-Hahnenklee in Goslar (Niedersachsen): fünf Pisten aller Schwierigkeitsgrade mit einer Gesamtlänge von 4,1 Kilometern, fünf Lifte.

Zwei Rodelbahnen geöffnet

Lediglich die Rodelbahn "Hasental" im Braunlager Stadtteil Hohegeiß und der Rodellift "Brockenblick" in Torfhaus (beide in Niedersachsen) seien aktuell geöffnet. Winterwanderungen sind sowohl in Niedersachsen als auch in Sachsen-Anhalt an manchen Orten möglich. So sind zum Beispiel zwei Wanderwege in Elbingerode geräumt. Der Harzer Tourismusverband rät am Wochenende aber allen Gästen wegen des Sturms zur Vorsicht.

Mögliche Öffnung in der kommenden Woche

Einige Skigebiete könnten eventuell Anfang kommender Woche öffnen, sagte Pagenkemper weiter. Voraussetzung dafür sei, dass es am Wochenende kräftig schneit. "Das Präparieren der Pisten ist auch relativ kurzfristig möglich", so Pagenkemper. Die Betreiber seien vorbereitet und jeden Tag auf den Beginn der Wintersportsaison eingestellt.

In Sachsen-Anhalt rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Wochenende mit Schnee oder Schneeregen. Im Bergland wird ebenfalls Schnee und auf dem Brocken schwerer Sturm erwartet. Zudem müssen sich die Menschen auf glatte Wege und Fahrbahnen einstellen. Bereits am Freitagvormittag hatte es mancherorts zu schneien begonnen.

Tourismus auf Schnee angewiesen

Der Harzer Tourismusverband dürfte sich über diese Wetteraussichten freuen. "Wir brauchen den Schnee, damit Gäste in den Harz kommen", sagte Pagenkemper. Das merke man auch an den Buchungen. Bisher seien die für Januar eher verhalten.

Eine tagesaktuelle Übersicht über die Wintersportmöglichkeiten im Harz finden Sie hier.

MDR (Fabienne von der Eltz); dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 07. Januar 2022 | 16:00 Uhr

1 Kommentar

Anhaltiner vor 18 Wochen

Obwohl die Schneekanonen die Skipiste an der Hexenritt-Abfahrt in der Nacht zum Freitag mit Kunstschnee beschneit haben, sagte ein Sprecher des Landkreises Goslar. Wie ökologisch ist eigentlich "Kunstschnee"?

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