Fördergeld für Thale Hexentanzplatz und Bergtheater werden für 13 Millionen Euro modernisiert

Ungefähr 9 Millionen Euro Zuschuss hat die Stadt Thale vom Wirtschaftsministerium für die Erneuerung des Bergtheaters und des Hexentanzplatzes erhalten. Für insgesamt 13 Millionen Euro sollen der Platz und das Theater modernisiert werden. Der Blick ins Harzer Vorland bleibt den Fans aber erhalten.

Publikum am Einlass des Harzer Bergtheaters
Das Bergtheater und der Hexentanzplatz in Thale im Harz sollen bis 2024 modernisiert werden (Archivbild). Bildrechte: dpa

Bis 2024 sollen der Hexentanzplatz und das Bergtheater in Thale erneuert werden. Dafür hat die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 9,3 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium erhalten. Das gesamte Projekt soll insgesamt 13 Millionen Euro kosten.

Mehr Sitzplätze für das Theater

Nach der Spielsaison sollen endgültig die Sanierungsarbeiten anfangen. Geplant seien das Erweitern der aktuell 1.350 Sitzplätze im Theater auf 1.900 für knapp 7,9 Millionen Euro. Das teilte das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt in einer Pressemitteilung mit.

Der für das Theater typische Amphitheater-Stil solle weiterhin erhalten bleiben, sagt Intendant Ronny Große gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT. Vor allem das Bewahren des Blickes ins Harzer Vorland, sei ihm besonders wichtig.

Mehr Effekte mit neuer Bühnentechnik

Auch die Technik wird von dem Fördergeld modernisiert. Die zwei Lichttürme sollen so aufgerüstet werden, dass akustisch und lichttechnisch während der Veranstaltungen mehr möglich sei, so der Intendant. Man würde sofort einen erheblichen Unterschied merken, so Große weiter.

Wissenswertes zum Bergtheater und Hexentanzplatz

Das Harzer Bergtheater gehört zu den ältesten Naturtheatern Deutschlands. 1903 wurde es von Ernst Wachler gegründet.

Der Hexentanzplatz war vermutlich ein altsächsischer germanischer Kultort, an dem unter anderem in der Nacht zum 1. Mai, der heutigen Walpurgisnacht, zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Nach der verbreitetesten These wurde der Ort erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz.

Innenbereich des Harzer Bergtheaters während einer Aufführung
Laut Intendant Ronny Große soll der Blick ins Harzer Vorland auf keinen Fall durch Modernisierung beeinträchtigt werden (Archivbild). Bildrechte: dpa

Neues Design für den Hexentanzplatz

Für weitere 1,9 Millionen Euro solle der Hexentanzplatz räumlich neu gegliedert werden und ein für die Region typisches Design mit architektonischen Blickfängen und Kleinattraktionen erhalten, so die Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums.

Thales Oberbürgermeister Maik Zedschack, sagt MDR SACHSEN-ANHALT, dass die Gebäude auf jeden Fall lebendiger werden müssen. Nach der Sanierung würde der Charme der 80er Jahre endlich verschwinden.

MDR, Maximilian Fürstenberg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 21. August 2021 | 09:30 Uhr

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