UNESCO-Welterbe Quedlinburg erhält weniger Fördermittel als erwartet

Quedlinburg ist seit vielen Jahrzehnten eine Baustelle. Für die Bauarbeiten benötigt die Stadt rund fünf Millionen Euro pro Jahr. Ohne Hilfen von Bund und Land ist das für die Touristenhochburg nicht zu stemmen. Doch das Landesverwaltungsamt hat in diesem Jahr weniger als ein Viertel der benötigten Summe bewilligt.

Blick auf das mit Blumen geschmückte Rathaus der Welterbestadt Quedlinburg, gelegen direkt am Marktplatz 1 min
Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
1 min

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Fr 14.01.2022 08:55Uhr 00:37 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/harz/audio-1932858.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Schock für Quedlinburgs Oberbürgermeister Frank Ruch: Aus dem Förderprogramm "Lebendige Zentren" kamen statt 4,53 Millionen Euro nur rund 982.000 Euro. Das ist weniger als ein Viertel der benötigten Summe, um die Kosten für den Erhalt der zum Teil aus dem Mittelalter stammenden Stadt zu decken.

Ziel der Förderung "Lebendige Zentren" ist es, Orts- und Stadtkerne zu erhalten und attraktiver zu machen. Dabei spielt auch der städtebauliche Denkmalschutz eine Rolle. Die Städtebauförderung in Sachsen-Anhalt wird ab 2022 mit Bundes- und Landesmitteln gefördert. Für das Programm "Lebendige Zentren" stehen insgesamt 33,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Das muss man in Quedlinburg gesehen haben

Fachwerkhäuser in der Innenstadt von Quedlinburg
Altstadt Die Altstadt von Quedlinburg ist an sich schon eine Sehenswürdigkeit. Durch verwunschene Gassen streifen und dabei die 2.000 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten bewundern. Bildrechte: imago images/Shotshop
Fachwerkhäuser in der Innenstadt von Quedlinburg
Altstadt Die Altstadt von Quedlinburg ist an sich schon eine Sehenswürdigkeit. Durch verwunschene Gassen streifen und dabei die 2.000 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten bewundern. Bildrechte: imago images/Shotshop
Außenansicht der Kirche St. Servatius Quedlinburg
Schloss Quedlinburg Das Schloss bildet heute das Zentrum der Altstadt. In dem Renaissanceschloss aus dem 16. und 17. Jahrhundert befindet sich ein Museum, in dem unzählige Schätze der Stadt ausgestellt sind. Bildrechte: MDR/Jürgel Meusel
Der Münzberg in Quedlinburg
Der Münzenberg Dieser Stadtteil von Quedlinburg umfasst 65 Fachwerkhäuser und bietet mit seiner Lage einen perfekten Ausblick auf die Stadt und das Harzer Vorland. Woher der Name "Münzberg" kommt ist bis heute unklar... Bildrechte: MDR/Oliver Hauswald
Rathaus mit Efeu und Statue in Quedlinburg.
Rathaus Das zweigeschossige gotische Gebäude gehört zu den ältesten Rathäusern Mitteldeutschlands und steht unter Denkmalschutz. Die Entstehung geht bis auf das 14. Jahrhundert zurück. Bildrechte: imago/blickwinkel
Türme der St. Nikolaikirche und Fachwerkhäuser in Quedlinburg
St. Nikolaikirche 1222 wurde die Kirche das erste mal urkundlich erwähnt. Damit gehört das Kulturdenkmal zur ältesten Kirche des Bezirks. Besonders erwähnenswert: Die Pastorenfrau Dorothea Christiane Erxleben aus dem 18. Jahrhundert. Sie promovierte 1754 an der Universität Halle und gilt damit als erste deutsche Ärztin. Doch an der Kirche nagt der Zahn der Zeit. Deshalb ist sie Dauerbaustelle für die Männer der Bauhütte Quedlinburg. Den ersten Teil der vierteiligen Doku gibt es am Donnerstag, 4. März um 19:50 Uhr im MDR Fernsehen. Bildrechte: imago/Peter Widmann
Alle (5) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Die Denkmal-Retter von Quedlinburg | 04. März 2021 | 19:50 Uhr

Aktuelle Bauarbeiten in Quedlinburg

Zurzeit ist beispielsweise der Stiftsberg wegen Bauarbeiten bis zum nächsten Jahr gesperrt. Doch die Stadtverwaltung muss auch den Straßenbau oder den schon lange anstehenden Neubau eines Sport- und Freizeitzentrums stemmen. Jetzt werde neu gerechnet, die dringend nötige Sanierung des historischen Rathauses und der Steinbrücke sowie private Investitionen werden erst einmal verschoben.

MDR (Elke Kürschner, Nicole Franz)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 13. Januar 2022 | 07:30 Uhr

2 Kommentare

Atheist vor 2 Tagen

Inzwischen ist doch die halbe Welt UNESCO Weltkulturerbe, kein Wunder dass das Geld knapp wird.

Haller vor 2 Tagen

Demnächst Feuersturm?

Mehr aus dem Harz

Mehr aus Sachsen-Anhalt