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In den vergangenen zwei Jahren hat jeder fünfte Minijobber im Gastgewerbe im Landkreis Harz seinen Minijob verloren. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Ralph Peters

Gewerkschaft besorgtEtwa 700 Minijobs im Harz wegen Corona-Pandemie weggefallen

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 02. April 2022, 15:48 Uhr

Fast 700 Minijobs sind im Landkreis Harz wegen der Corona-Pandemie weggefallen. Ein alarmierendes Zeichen, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten findet.

Küchenhelfer, Kellner, Zimmermädchen – sie gehören zu den größten Verlierern der Corona-Pandemie. In den vergangenen zwei Jahren hat jeder fünfte Minijobber im Gastgewerbe im Landkreis Harz seine Stelle verloren. Von den einst insgesamt fast 10.000 Stellen im Landkreis auf 450-Euro-Basis gibt es nun fast 700 weniger. Das alarmiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Süd-Ost-Niedersachsen-Harz, denn das zeige, wie krisenanfällig diese Jobs seien.

Minijobber hätten keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld und seien deshalb "Hauptverlierer der Pandemie", so Katja Derer, Geschäftsführerin der Gewerkschaft. Außerdem kritisiert sie die Anhebung der Verdienstgrenze auf künftig 520 Euro. Sie befürchtet, dass damit weitere reguläre Stellen in Minijobs und damit Jobs ohne soziale Absicherung umgewandelt werden könnten.

Sie können uns Ihre persönliche Geschichte um Minijobs und die Corona-Pandemie hier oder auf Facebook schreiben. Wir würden Ihre Erfahrungen gerne in diesem Artikel veröffentlichen.

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MDR (Carsten Reuß, Johanna Daher)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 01. April 2022 | 13:57 Uhr

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