Ein mobiler Blitzer steht am Strassenrand und kontrolliert die Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos
Die Polizei hat an einem Unfallschwerpunkt bei Wernigerode die Geschwindigkeit kontrolliert. Etwa jedes zehnte Auto war zu schnell unterwegs. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO/Sven Simon

120 Raser registriert Polizei kontrolliert Unfallschwerpunkt bei Wernigerode

Die Polizei hat an der B 244a bei Wernigerode am Montag die Geschwindigkeit kontrolliert. Das Ergbnis: 120 Autos waren zu schnell unterwegs, eine Fahrerin sogar fast doppelt so schnell wie erlaubt. Die Stelle an der Einfahrt zur A 36 gilt als Unfallschwerpunkt. Das Tempolimit wurde deshalb erst in diesem Jahr gesenkt.

Die Polizei hat am Montag die Geschwindigkeit an einem Unfallschwerpunkt bei Wernigerode kontrolliert. Den Angaben zufolge fand die Kontrolle vom Morgen bis zum frühen Nachmittag an der Bundesstraße 244a in Höhe der Einfahrt zur Autobahn 36 statt. Die Stelle gilt als Unfallschwerpunkt.

B 244a bei Wernigerode: 120 Autos zu schnell unterwegs

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, waren von mehr als 1.000 kontrollierten Autos 120 mit zu hohem Tempo unterwegs. Das ist mehr als jedes zehnte Fahrzeug. Eine Autofahrerin sei mit einer Geschwindigkeit von 93 Kilometern pro Stunde erwischt worden – erlaubt ist dort Tempo 50. Die Fahrerin müsse nun mit 200 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Mit dem kontrollierten Bereich an der B 244a befasst sich schon länger eine Unfallkommission, in der unter anderem die Landesstraßenbaubehörde, die Autobahn GmbH, der Landkreis und die Polizei vertreten sind. Laut Kommissionsleiter Sebastian Fabich werden dort seit 2021 verstärkt Unfälle registriert.

Tempolimit nach tödlichem Unfall herabgesetzt

Erst im Januar war an der Stelle ein 54-jähriger Mann tödlich verunglückt. Er war als Abbieger frontal mit einem anderen Auto zusammengestoßen. Die Kommission hatte daraufhin die zulässige Geschwindigkeit von Tempo 70 auf 50 heruntergestuft. Weitere Maßnahmen seien in Planung, hieß es.

MDR (Michel Holzberger, Christoph Dziedo, Maren Wilczek)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Juni 2024 | 05:30 Uhr

3 Kommentare

randdresdner vor 5 Wochen

@MDR das meine ich nicht. Mir geht es um die halbstündigen Meldungen, im Anschluss an die Verkehrsnachrichten, wo genau beschrieben wird, an welchen Stellen Blitzer stehen. Ich glaube nicht daran, dass dies die Raser zu besseren Verkehrsteilnehmern macht. Die lachen sich doch ins Fäustchen und drücken danach wieder auf das Pedal.
Ein Schwestersender vom RBB hat sich klar gegen diese Infos bekannt, was ich gut finde.

randdresdner vor 5 Wochen

Ich befürchte, dass die Strafen viel zu niedrig sind. Vielen tut das gar nicht weh genug. Zudem informieren Radio und Apps im Vorfeld über die Kontrollen. Da wird kurz vom Gas gegangen, um danach mit ordentlich Geschwindigkeit die Fahrt fortzusetzen.
Vielleicht kann mir mal einer vom @MDR erklären, warum die Raser vor den Kontrollen gewarnt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Radio dieses scheinheilige Fahren unterstützt.

MDR-Team vor 5 Wochen

Hier ist ein Artikel, der das erklärt: https://www.tagesschau.de/inland/blitzermarathon-106.html

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