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So sehen die Fenster aus, nachdem sie verbaut wurden. Bildrechte: Carsten Reuß

Letzte SchritteBunte Scheiben für neue Konzertkirche in Wernigerode

von Carsten Reuß, MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 14. Dezember 2021, 18:57 Uhr

Die Arbeiten an der Liebfrauenkirche in Wernigerode treten in die letzte Phase. Am Dienstag sind die neuen Buntglasfenster geliefert worden. Es dauert nicht mehr lange, dann ist aus dem ehemaligen Gotteshaus ein Konzerthaus geworden.

Wernigerode bekommt ein Konzerthaus. Seit zwei Jahren wird dafür die Liebfrauenkirche umgebaut. Am Dienstag nun wurden neun Buntglasfenster des Glaskünstlers Günter Grohs eingebaut. Damit sind die Bauarbeiten so gut wie beendet.

Von Künstler aus Wernigerode entworfen

Die Fenster wiegen 156 Kilogramm. Bildrechte: Carsten Reuß

Mitarbeiter einer Spezialfirma jonglierten am Dienstag die 156 Kilogramm schweren Glasscheiben in den Eingangsbereich. Der Wernigeröder Glasgestalter Grohs ließ sich von einer mittelalterlichen Noten-Handschrift inspirieren. Linien und Bögen in Brauntönen auf einer Art Milchglasscheibe sorgen für einen halbdurchsichtigen Effekt. Das soll neugierig machen auf das, was drinnen vor sich geht, und auch dem Besucher soll so ein Kontakt nach draußen gegeben werden.

Umbau fast abgeschlossen

Umgebaut wird die Kirche durch die Kulturstiftung Wernigerode seit Mai 2019. Die Fenster sind das i-Tüpfelchen bei den Umbauarbeiten. Mit der Montage der Buntglasfenster gehen die Bauarbeiten am Wernigeröder Konzerthaus Liebfrauen dem Ende entgegen. Nach zwei Jahren Bauen ist die künftige Heimstätte des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode fast fertig. 480 Zuschauerplätze soll es künftig geben, der Umbau kostete rund 6,5 Millionen Euro.

Auch im Inneren gehen die Arbeiten voran. Bildrechte: Carsten Reuß

Stühle kommen noch in dieser Woche

Derzeit werden Restarbeiten erledigt. Noch in dieser Woche werden Stühle angeliefert. Ein paar Tage später sollen die Lampen kommen. Einzig die Lüftungsanlage fehlt aufgrund von Lieferengpässen noch. Das ist auch der Grund, warum die für Freitag geplante Eröffnung auf das Frühjahr verschoben wurde.

Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Über den AutorCarsten Reuß wurde in Aschersleben geboren und ist in einem kleinen Ort in der Nähe, nur wenige Kilometer vom Harzrand entfernt aufgewachsen. Nach seinem abgeschlossenen Werkzeugmaschinenbaustudium entdeckte er die Liebe zum Journalismus. Nach ersten Erfahrungen bei einer Tageszeitung und einem Abstecher in ein Maschinenbauunternehmen arbeitet Carsten Reuß seit 1993 für den MDR. Seitdem berichtet er regelmäßig aus dem Harz. Den erkundet er außer zu Fuß auch gern auf dem Motorrad, mit dem Fahrrad oder auf Skiern.

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MDR (Carsten Reuß, Mario Köhne)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 14. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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