Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung Tumulte verhindern Prozessauftakt gegen Profi-Boxer Tom Schwarz

Das Verfahren um gefährliche Körperverletzung gegen den Profi-Boxer Tom Schwarz ist am Dienstag noch vor Beginn ausgesetzt worden. Weil für rund 40 Gäste und Journalisten nur sechs Plätze zur Verfügung standen, kam es zu Tumulten.

Der Prozess gegen Profi-Boxer Tom Schwarz wegen gefährlicher Körperverletzung ist am Dienstag noch vor Beginn ausgesetzt worden. Im Amtsgericht Burg gab es Tumulte. Für rund 40 Gäste und Journalisten standen nach Informationen eines Reporters von MDR SACHSEN-ANHALT sechs Sitzplätze zur Verfügung. Die Pressevertreter warteten teilweise 90 Minuten vor dem Sitzungssaal. Ein Journalist weigerte sich, den Saal zu verlassen und war kurz davor, hinausgetragen zu werden.

Verstöße gegen Corona-Regeln

Wegen drohender Corona-Verstöße wurde der Prozess ausgesetzt. Richter Winfried Leopold erklärte, ein neuer Termin werde von Amtswegen bekanntgegeben. Leopold brachte dafür November ins Spiel. Schwarz wird von der Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der 26-Jährige soll im Mai 2020 seiner damaligen Freundin bei einem Streit mit einem Faustschlag den Unterkiefer gebrochen haben. Bei einer Verurteilung droht ihm laut Gericht eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

Personen in einem Gerichtssaal
Im Gerichtssaal war zu wenig Platz für die Besucher, die beim Auftakt gegen Tom Schwarz dabei sein wollten. Bildrechte: MDR/Bernd Volker Brahms

Der gebürtige Hallenser steht beim Magdeburger SES-Boxstall unter Vertrag. Für die Dauer des Verfahrens ist er suspendiert. Seinen letzten Kampf hatte Schwarz im September 2019.

Quelle: MDR/Bernd-Volker Brahms, Mario Köhne, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 13. April 2021 | 10:00 Uhr

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