Wildkatze Luchse fühlen sich im Harz wieder heimisch

Ein Luchs spaziert über einen Waldweg im Harz.
"Ein alter Harzer ist zurück": Beim Nationalpark Harz freut man sich über die gestiegene Luchspopulation. Bildrechte: Nationalparkverwaltung Harz

Die Population der Luchse im Harz breitet sich aus. Das ist das Ergebnis eines Monitorings, mit dem die Nationalparkverwaltung das Vorkommen der Wildkatzen gemessen hat.

Ein Reh schaut in die Kamera
Nicht nur Luchse wurden von der Kamera aufgenommen … Bildrechte: Nationalparkverwaltung Harz

Demnach sind zwischen August 2016 und März dieses Jahres 502 Bilder entstanden, auf denen Luchse zu sehen sind. Sie wurden von 60 Fotofallen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen aufgenommen.

Wie die Nationalparkverwaltung weiter mitteilte, leben in dem untersuchten Gebiet insgesamt 19 selbstständige Luchse. Viele der fotografierten Tiere hätten Nachwuchs gehabt, hieß es weiter. Rechne man die Jungtiere hinzu, seien ingesamt 30 Luchse gezählt worden. Der Koordinator des Luchsprojekts im Harz, Ole Anders, sagte, die Tiere könnten wegen ihrer charakteristischen Fleckenzeichnung voneinander unterschieden werden.

Das Luchsprojekt Harz startete im Jahr 2000 nach eigenen Angaben als bundesweit erste Institution den Versuch, Luchse wieder hierzulande anzusiedeln. Dazu waren im Harz sechs Jahre lang Wildkatzen ausgewildert worden. Luchse sind in der Dämmerung und nachts aktiv und halten sich gern in Wäldern auf. Der bislang älteste in Freiheit lebende Luchs ist nach Angaben des Luchsprojekts 17 Jahre alt geworden.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04.07.2017 | 09:30 Uhr

Quelle: MDR/ld

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