Erste Hauptträger gesetzt Meilenstein beim Neubau der Strombrücke Magdeburg

An der Baustelle für die neue Strombrücke in Magdeburg sind die ersten Hauptträger gesetzt worden. Für die tonnenschweren Teile musste ein Spezialkran zum Einsatz kommen. Das windige Wetter hat das Einschwenken der Träger erschwert.

Baustelle an einem Fluss mit quer über den Fluss liegenden Stahlträgern und dem Magdeburger Dom im Hintergrund
Ein einzelner Stahlträger wiegt 136 Tonnen. das präzise Einsetzen ist bei Wind schwieriger. Bildrechte: MDR/Matthias Lindner

An der Baustelle für den neuen Strombrückenzug in Magdeburg sind die ersten Hauptträger eingesetzt worden. Drei von fünf Teilen sind am Mittwoch und Donnerstag mit einem Spezialkran eingehoben worden. Der neue Strombrückenzug ist das derzeit größte Brückenbauprojekt im Osten.

Verzögerungen beim Bau

Laut Projektleiter Karsten Eins hinken die Bauarbeiten dem Zeitplan einige Wochen hinterher. Wegen der Corona-Pandemie und Lieferschwierigkeiten beim Material habe es Verzögerungen gegeben.

Das Einsetzen der Hauptträger bezeichnete er als Präzisionsarbeit. Die Teile wiegen seinen Angaben zufolge jeweils 136 Tonnen und sind 20 Meter lang. Der Wind mache den Einschub der Stahlträger schwieriger. Nur bis Windstärke Fünf sei es sei überhaupt möglich, die Stahlteile mit dem Kran an ihre Position einzuschwenken.

Brücke soll 2023 fertig sein

Oberbürgermeister Lutz Trümper sagte MDR SACHSEN-ANHALT, so eine spannende Baumaßnahme erlebe man in einer Stadt nur alle hundert Jahre. Es sei beeindruckend, was es heute für technische Möglichkeiten gebe. Das Bauwerk werde das Stadtbild Magdeburgs maßgeblich prägen.

Der Neubau der Strombrücke wurde 2019 begonnen und vorher lange geplant. Laut Trümper habe es vorher jahrelangen Planungen gegeben, die mit dem Hochwasser 2013 noch einmal geändert werden mussten. Die Brücke müsse hochwassersicher sein und dürfe nicht gesperrt werden, so Trümper. Sie sei deshalb einen Meter höher gelegt worden. Bis Ende 2023 soll sie fertiggestellt sein. Rund 120 Millionen Euro Baukosten sind für die neue Strombrücke eingeplant.

Im kommenden Jahr werden die Bauarbeiten zu Vollsperrungen und Umleitungen führen, wenn von der alten auf die neue Brücke umgeschwenkt werden muss. Etwa zehn Monate wird die Brücke dann nicht überfahren werden können.

MDR/Detlef Suske, Julia Heundorf

Dieses Thema im Programm: MDR um 11 | 27. Mai 2021 | 11:00 Uhr

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