Corona-Pandemie So sieht die Impfstrategie in Magdeburg für den Jahreswechsel aus

Magdeburg will auch nach den Feiertagen Impf-Termine anbieten. Gleichzeitig verteidigte Oberbürgermeister Trümper die Schließung der städtischen Impfangebote vor dem Weihnachtsfest.

Polizeibedienstete werden im Impfzentrum des polizeiärztlichen Dienstes Sachsen-Anhalt geimpft.
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Magdeburger können sich auch über den Jahreswechsel gegen das Corona-Virus impfen lassen, darauf hat Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) auf einer Pressekonferenz hingewiesen. Zugleich verteidigte Trümper die Schließung der städtischen Impfangebote vor dem Weihnachtsfest. "Die Mitarbeiter brauchen auch mal Urlaub", sagte Trümper. Er wies darauf hin, dass sich die Menschen auch vor dem Fest noch impfen lassen könnten.

Außerdem hat Trümper eine positive Bilanz der bisherigen Impfaktion gezogen. Bei den Booster-Impfungen haben man kräftig zugelegt. Ein Wermutstropfen: Seit Oktober habe man die Erstimpfungen nur um zwei Prozent steigern können.

Was mich echt ärgert: Von den angebotenen Terminen sind mitnichten alle wahrgenommen worden. Wir hätten ungefähr noch 8.000 mehr impfen können, wenn die Termine alle wahrgenommen worden wären.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper

Bis zum 23. Dezember bieten die Pfeifferschen Stiftungen Impfungen an. Auch beim Sportverein VSB 1980 kann man sich noch die Spritze gegen das Virus abholen. Zusätzlich bieten viele Hausärzte Impftermine an.

Impftermine werden online vergeben

Weiterhin plant die Stadtverwaltung Impftermine für 28. Dezember anzubieten, allerdings ausschließlich für die Zweitimpfung. Außerdem kann man sich vom 3. bis 5. Januar (zwischen 13 und 19 Uhr) im Allee-Center spritzen lassen. Dafür werden ebenfalls Termine vergeben. Die konkreten Termine werden ein bis zwei Tage im Voraus freigeschaltet.

Ab 10. Januar wird es täglich ein städtisches Impfangebot in der Landeshauptstadt geben, darauf hat Bürgermeisterin Simone Borris hingewiesen (Montag bis Donnerstag von 13 bis 19 Uhr im Allee-Center, freitags in der Sporthalle von 6 bis 13 Uhr, samstags von 9 bis 17 Uhr).

Oberbürgermeister: keinen Imageschaden durch Demos

Angesprochen auf die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen sagt Oberbürgermeister Trümper MDR SACHSEN-ANHALT, er sehe darin kein Problem. Verglichen mit Sachsen, wo seit fünf Jahren jeden Montag demonstriert werde, sei Magdeburg kein Schwerpunkt.

Auf der anderen Seite seien die Demos ein Ausdruck von Unzufriedenheit und da sei etwas Wahres dran. Nicht in Ordnung findet Trümper, dass die Demonstrationen von der rechten Seite okkupiert würden. Dagegen müsse man auch seine Meinung sagen. Er mache aber aus den Demonstrationen kein besonderes Thema.

Insgesamt sei die Corona-Situation in der Landeshauptstadt momentan stabil, sagte Amtsarzt Eike Hennig. Trotz des geöffneten Weihnachtsmarktes und Sportveranstaltungen mit Besuchern. Aufmerksam beobachte man die Ausbreitung der Omikron-Variante. Bislang sei die in Magdeburg aber noch nicht nachgewiesen worden. "Aber ganz sicher ist, dass Omikron keinen Bogen um Sachsen-Anhalt machen wird", sagt Hennig.

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MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 21. Dezember 2021 | 12:00 Uhr

9 Kommentare

Thommi Tulpe vor 26 Wochen

Wie sagt doch der "Widerstandskämpfer gegen die Corona-Maßnahmen" sicher gern? : Eine "gute" Ausrede ist immer einen Taler wert!
Bei allem, was Sie so anführen, darf man in erster Linie sicher vor allem nicht vergessen, dass es zu viele jener "Widerstandskämpfer" gibt, die weiter für Verunsicherung sorgen. Kurioserweise hielt es viele dieser Leute aber nicht davon ab, im Sommer z. B. zum "Ballermann" zu fliegen, wo die Inzidenzen weitaus höher waren als hier in Deutschland.
Ich empfinde es schon als dreist verlogen, wenn man im Sommer reichlichst Möglichkeiten hatte, sich impfen zu lassen, und jetzt auf die Politik eindrischt, weil es diese Möglichkeiten nicht mehr in dem Maße wie im Sommer gibt.
Man muss keinem Politiker folgen. Das tut man in der Mehrheit eh selten.
Man hätte den Experten folgen sollen, die seit "ewigen" Zeiten eindrichlich mahnen. Und genau das taten auch zu wenige Leute - wie Sie "argumentieren": Der Verunsicherung wegen.

Ein Dorfjunge vor 27 Wochen

Die Impfzentren wurden nicht geschlossen weil gähnende Leere herrschte, sondern die Finanzierung erst einmal nur bis Ende September gesichert war, danach sollten die Bundesländer die Zentren in den Standy By Modus versetzen so dass sie jederzeit wieder eröffnet werden können, so haben es dann auch die alten Bundesländer gehandhabt, im Osten wurde alles abgebaut.
Dann darf nicht vergessen werden dass im Sommer zahlreiche Menschen auch verunsichert waren, Delta war da und zahlreiche selbsternannte Experten gaben jeden Tag neue Ratschläge. Mal ging es um den Impfabstand, mal um den Impfstoff, jeden Tag gab es andere Ratschläge und am Ende wussten viele nicht mehr wie sie sich denn nun verhalten sollen.
Im übrigen war auch bereits im Sommer erkennbar gewesen dass es ohne Boostern nicht gehen wird, aber seitens der Politikt gab es nie einen entsprechenden Plan. Viele wussten was ab Herbst auf uns zukommt und das Weihnachten geboostert werden muss, aber die Augen wurden verschlossen.

Ein Dorfjunge vor 27 Wochen

Richtig, die Formulare bekomme "ich" beim Impfen, aber auf den jeweiligen Seiten vor allen der Seite der kassenärztlichen Vereinigung ist davon die Rede dass bereits ausgefüllte Bögen mitgebracht werden sollen, inkl. Link zum Herunterladen. Das schreckt schonmal zahlreiche ab,denn sie wissen ja nicht dass die auch vor Ort erhältlich sind. In anderen Bundesländern wird die Frage, wie auch die Frage zum Impfausweis in den FAQ erklärt. Und ja Impfung ohne Impfausweis geht, jeder bekommt vor Ort dann ein entsprechendes Zertifikat inkl. Zettelchen mit den Chargennummern. Ist alles möglich, es muss nur darüber auch informiert werden. Warum bekommen es andere Bundesländer hin, nur S-A verfährt so schlafmützig?
Wenn ich mir dann die Impfquoten anschaue, so stehen vor allen die Ländern weit vorn wo wirklich niedrigschwellige Angebote gemacht werden, wo alles schön freundlich erklärt wird. Impfen quasi im Vorbeigehen sollte das Ziel sein.

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