Chip-Gigant mit neuem Standort Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Intel in Magdeburg

Magdeburg wird Standort der neuen Giga-Fabrik des Chip-Riesen Intel. Das gab Intel-Chef Pat Gelsinger bekannt. MDR SACHSEN-ANHALT beantwortet die wichtigsten Fragen zur Ansiedelung.

Das Logo des Chipherstellers Intel, aufgenommen auf einem Computer.
Magdeburg wird neuer Intel-Standort in Deutschland. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg wird Standort für die neue Giga-Fabrik von Intel. Das teilte Geschäftsführer Pat Gelsinger in einer Videobotschaft mit. Damit ist die größte Firmen-Ansiedlung in Sachsen-Anhalt seit der Wende besiegelt.

Wie groß soll die neue Giga-Fabrik werden?

Die Dimensionen der geplanten Giga-Fabrik sind enorm: Intel-Chef Gelsinger spricht von rund 10.000 neuen Jobs, die in dem riesigen Fabrik-Komplex entstehen sollen. Die Investitionssumme liegt nach Intel-Informationen europaweit bei insgesamt 80 Milliarden Euro, in Magdeburg sollen 17 Milliarden Euro investiert werden. Zum Vergleich: Für die neue Tesla-Fabrik in Brandenburg wird mit rund 5,8 Milliarden Euro nur ein Bruchteil der Investitionssumme veranschlagt.

#MDRklärt Daher kommt der Begriff Giga-Fabrik

Der Chip-Fabrikant Intel plant, in Magdeburg eine Giga-Fabrik zu bauen. Woher dieser seltsame Name stammt, zeigt #MDRklärt.

Daher kommt der Begriff Giga-Fabrik
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Daher kommt der Begriff Giga-Fabrik
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Magdeburg hat gute Chancen, Standort der neuen Giga-Fabrik des Chip-Riesen Intel zu werden.
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Erfunden hat den Begriff "Giga-Fabrik" Elon Musk für seine Batteriefabrik in Nevada. (tesla + bild)  Der Name hat hier zweierlei Bedeutung:
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Giga bedeutet riesig. Nach Angaben von Tesla soll die Fabrik in Nevada die größte der Welt werden. Auch Intel bekäme in Magdeburg eine Fläche von 380 Hektar bereitgestellt.
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Giga steht bei Tesla auch für die Einheit Gigawattstunden. Denn Tesla muss für den Speicher der Fahrzeuge viel Strom produzieren.  (Vergleich: Keine Kilo- oder Megawattstunden, sondern Gigawattstunden.) Bei Intel ginge es dann aber eher um Gigabyte – die Speicherkapazität von Daten.
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MDR (Maximilian Fürstenberg) Bildrechte: MDR/Max Schörm
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Wie konkret sind die Pläne für die Ansiedlung in Magdeburg?

Die neue Firmen-Ansiedlung ist am 15. März 2022 offiziell verkündet worden. Die Chancen für Magdeburg als Standort der neuen Giga-Fabrik standen sehr gut. Zuletzt waren vor allem Sachsens Landeshauptstadt Dresden und Magdeburg als mögliche Standorte im Gespräch. Aber vor allem die großen Flächen im Südwesten von Magdeburg waren ein entscheidender Punkt, der für Sachsen-Anhalt spricht. Im Dezember hatte der Stadtrat von Magdeburg den Weg für intensivere Gespräche mit Intel freigemacht und die landwirtschaftlichen Flächen rund um den Eulenberg als mögliches Gewerbegebiet umgewidmet.

Wo soll das neue Werk entstehen?

Magdeburg ist mit dem Industriegebiet "Eulenberg" südlich der Autobahn 14 in die Verhandlungen gegangen. Nach MDR-Informationen werden aber auch bereits mit der benachbarten Gemeinde Sülzetal intensive Gespräche über weitere Flächen geführt, wo sich Zulieferbetriebe ansiedeln könnten.

Wieso will Intel in Deutschland eine neue Chip-Fabrik bauen?

Pläne für die neue Fabrik gibt es seit dem Frühjahr 2021. Damals hatte Intel-Chef Gelsinger bereits Gespräche mit europäischen Staatschefs über mögliche Investitionen geführt. Hintergrund ist, dass Intel in Europa ein Gegengewicht zu seinen Standorten in den USA und Asien schaffen möchte. Die internationalen Probleme bei Zulieferung und Logistik berühren auch den Chiphersteller. Intel möchte seine Präsenz in Europa daher ausbauen und plant, verschiedene Standorte in Betrieb zu nehmen, die unterschiedliche Ausrichtungen haben.

Wie sieht der Zeitplan für das Mega-Projekt aus?

Das Projekt soll in mehreren Etappen entstehen. In seiner Videobotschaft sagte der Intel-Chef, in Magdeburg sollen zunächst zwei Halbleiter-Fabriken entstehen. Die Planungen beginnen laut Intel unmittelbar. Mit dem Bau will das Unternehmen im ersten Halbjahr 2023 beginnen, der Produktions-Start ist für 2027 geplant. Langfristig sollen die zwei Fabriken zu einer Mega-Fabrik mit bis zu acht zusammenhängenden Fabriken ausgebaut werden.

MDR (Simon Kremer, Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 15. März 2022 | 19:00 Uhr

21 Kommentare

Machdeburjer vor 17 Wochen

Ok, also alle Investoren Absagen, die Leute weg ziehen lassen und den Laden dicht machen.
Danke, für die interessante Konversation.
Hat dir ein Magdeburger mal die Frau geklaut?
Ich muss lachen sorry 😁
Hau rein Brian

Magdeburger Domspatz vor 18 Wochen

Du schreibst doch hier nur um zu stänkern. Das hast du doch hier schon bei deiner ersten Post gezeigt. Dass der MDR dass hier radiert hat, war nur folgerichtig!
Und warum sollte sich Magdeburg nur von einer Firma abhängig machen? Das waren und sind sie doch jetzt auch nicht! Magdeburg hat einfach seine Hausaufgaben gemacht. Es gibt in Deutschland zurzeit kein Gewerbegrundstück, das zusammenhängend diese Größe aufweist. An den Hochschulen lernen tausend Studierende etwas mit Informationstechnologie.

faultier vor 18 Wochen

Richtig ,auch unser Gewerk spürt die Chipkrise ,eine strategisch völlig richtige Entscheidung ,weg von china was daraus geworden ist alles auszulagern merkt doch jetzt jeder und Magdeburg ist der Gewinner ,endlich mal alles gut gelaufen.

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