Jubel, Freude und auch Sorgen Intel kommt: Lob und Kritik aus dem Netz

Intel kommt nach Magdeburg, ein riesiges Werk und Tausende Arbeitsplätze werden entstehen. In den sozialen Medien freuen sich die Nutzer – nicht nur über die Arbeitsplätze, sondern auch für das Image Sachsen-Anhalts. Doch es gibt auch warnende Stimmen.

Intel Logo
Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

Der Bau des Intel-Werks im Süden Magdeburgs bedeutet für die Region rund 10.000 neue Arbeitsplätze. Schon vor einigen Wochen verdichteten sich die Gerüchte, dass das amerikanische Unternehmen das Werk nicht wie zunächst beabsichtigt in Dresden bauen will, sondern Magdeburg favorisiert.

In den Kommentar-Spalten bei Facebook, Instagram und Twitter diskutierten die Nutzer tagelang darüber, welche Chancen und Risiken die Ansiedlung birgt. Die Mehrheit freut sich über die so entstehenden Arbeitsplätze und das sich vermeintlich verbessernde Image Sachsen-Anhalts.

Auch auf dem Portal von MDR SACHSEN-ANHALT äußert sich die Mehrheit positiv.

Für Magdeburg hatte ich dieses Jahr drei Wünsche: 1. der SCM wird Meister, 2. der FCM steigt auf, 3. Intel kommt.

"nilux" auf mdr.de

Und weil das Unternehmen schon in einem Zug mit den großen Vereinen Magdeburgs genannt wird, ist es nur ein kleiner Schritt zu einem möglichen Sponsor.

Doch nicht alle Meinungen sind vorbehaltlos positiv. Einige befürchten, dass nur die Landeshauptstadt von Intel profitieren könnte.

Viel wichtiger ist es doch, was es für die Region und Sachsen-Anhalt im Allgemeinen bedeuten würde. […] Ich hoffe, dass dann auch mal das ganze Bundesland von so einer Ansiedlung profitiert und nicht nur in Magdeburg die Straßen vergoldet werden.

"Tasty" auf mdr.de

Und auch die neuen Arbeitsplätze werden hinterfragt: Denn wer soll denn da arbeiten?

Auch die Auswirkung auf die Natur, die Bau und Betrieb einer solch großen Fabrik mit sich bringen, beunruhigt die Nutzer. Besonders der vermeintliche Wasserbedarf und das zuletzt trockene Wetter in Sachsen-Anhalt treibt einige User um.

Es klingt erst einmal verlockend. Aber ich bin ein wenig in Sorge, weil es hieß, es würde viel Wasser gebraucht werden. Ob das wirklich hierher passt?

Hanne-Lore Schneck auf Facebook

Unter denen, die ihre Sorgen zum Ausdruck bringen, gibt es allerdings auch viele Pragmatiker.

Die Auswirkungen auf die Umwelt werden vermutlich relativ groß sein, nach Abwägung aller Belange wahrscheinlich dennoch eine gute Nachricht.

Gerald Klemenz auf Facebook

MDR (Max Schörm)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 15. März 2022 | 15:00 Uhr

3 Kommentare

MiSt vor 20 Wochen

@ C.T. "...vielleicht kommen dann auch nicht mehr so viele Pendler aus Magdeburg zu uns Richtung WOB..."

Ja, weniger gezwungenes Pendeln wäre ein Zugewinn an Lebensqualität und frei verfügbarem Einkommen für so manche Familie. Insbesondere wenn laut einer aktuellen Auswertung des ADAC in Sachsen-Anhalt bei Benzin die dritthöchsten und bei Diesel sogar die zweithöchsten Preise im Bundesvergleich aufgerufen werden! Auch deshalb sind die zu erwartenden Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt dringend nötig und unbedingt zu begrüßen.

C.T. vor 20 Wochen

Glückwunsch - vielleicht kommen dann auch nicht mehr so viele Pendler aus Magdeburg zu uns Richtung WOB ...

Hunderich Reilly vor 20 Wochen

Toll! Eine sehr gute Nachricht für Machdeburch!
Einmal - Immer.

Mehr aus Magdeburg, Börde, Salzland und Harz

Kinder demonstrieren für bessere Mülltrennung in der Kinderstadt Ottopia. Sie halten Pappschilder hoch. mit Video
Wahlen, Petitionen und Demonstrationen sind nur einige Möglichkeiten, die die Kinder von Ottopia nutzen, um ihre eigenen Interessen zu vertreten und für die Belange anderer einzutreten. Bildrechte: MDR/Gianluca Carusone

Mehr aus Sachsen-Anhalt

Eine Collage aus einer Polizistin mit Radarmessgerät und einer Mutter mit Kind. 1 min
Bildrechte: MDR
1 min 08.08.2022 | 18:00 Uhr

Die drei wichtigsten Themen vom 08. August aus Sachsen-Anhalt erfahren Sie hier kurz und knapp in nur 60 Sekunden. Präsentiert von MDR-Redakteur Julian Mengler.

MDR S-ANHALT Mo 08.08.2022 18:00Uhr 01:09 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/video-nachrichten-aktuell-achter-august-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Luftaufnahme von der Elbe bei Aken 4 min
Bildrechte: MDR
4 min 08.08.2022 | 16:54 Uhr

Im Lödderitzer Forst fand die bisland größte Deichrückverlegung in Deutschland statt. 2018 wurde das Projekt feritg, das den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und dem Salzlandkreis beim Hochwasser mehr Schutz bieten soll.

Mo 08.08.2022 16:36Uhr 03:38 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/dessau/dessau-rosslau/flut-learnings-deichverlegung-aken-naturschutz100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video