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Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff begrüßt die Intel-Ansiedlung in Magdeburg. Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Milliarden-InvestitionHaseloff: "Ein Quantensprung für die Wirtschaft"

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 15. März 2022, 17:40 Uhr

Sachsen Anhalts Ministerpräsident freut sich auf tausende Arbeitsplätze im Land. Nach Magdeburgs Oberbürgermeister Trümper seien die Investitionen von 17 Milliarden Euro die größten in der Geschichte der Stadt. In einer ersten Phase sollen in der Landeshauptstadt zwei Fabriken entstehen.

Sachsen Anhalts Ministerpräsident Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) begrüßt die geplante Intel-Ansiedlung in Magdeburg. Sie sei ein Meilenstein für den ostdeutschen Wirtschaftsraum, sagte Haseloff.

Es wird die größte Investition in der Geschichte Sachsen-Anhalts sein. Ein solch riesiges Investment und viele tausend neue Arbeitsplätze sind ein Quantensprung für unser Land.

Reiner Haseloff | Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt

Die neue Fabrik sei eines der größten Investitionsvorhaben in Deutschland und Europa und ein Quantensprung für Sachsen-Anhalt, sagte Haseloff weiter. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) sagte, die Investition von 17 Milliarden Euro sei die größte in der Geschichte der Stadt.

Unsere umfangreiche Bewerbung, die vielen Gespräche und nicht zuletzt die Schaffung der planerischen Voraussetzungen für den Eulenberg haben sich gelohnt. Das Vorhaben des Chip-Herstellers wird der Entwicklung unserer Stadt eine neue Dynamik geben, die Magdeburg zu einem Wirtschaftszentrum in der Mitte Europas wachsen lässt.

Lutz Trümper (SPD) | Magdeburgs Oberbürgermeister

Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) betonte: "Das Land Sachsen-Anhalt ist sehr stolz darauf, dass sich mit Intel ein Weltkonzern hier in Magdeburg ansiedelt. Das sorgt nicht nur für einen Schub für unsere heimische Industrie, sondern stärkt insbesondere unseren Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt."

Hören Sie die ausführliche Reaktion des Wirtschaftsministers im Interview mit MDR SACHSEN-ANHALT:

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einem starken Impuls für die Wirtschaft in schwieriger Zeit. Die zwei geplanten Halbleiterfabriken in Magdeburg seien "ein zentraler Sprung für die digitale Souveränität Europas", hieß es in einer Mitteilung bei Twitter.

Wissenschaftsminister Willingmann: Region erhält über Jahre erheblichen Schub. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) hat die Ansiedlung des US-Konzerns Intel in Magdeburg ausdrücklich begrüßt. Die milliardenschwere Ansiedlung sei für die Landeshauptstadt ein spektakulärer und zugleich verdienter Erfolg.

Mit dem Chipwerk wird der gesamte Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt aller Voraussicht nach trotz Corona-Krise und Ukraine-Krieg über Jahre hinweg erheblichen Schub erhalten.

Armin Willingmann | Wissenschaftsminister

Zum Ansiedlungserfolg beigetragen hätten auch die Hochschulstruktur des Landes. "Dank der technischen Ausrichtung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und eines komplementären Angebots der Hochschule Magdeburg-Stendal wird Intel in den kommenden Jahren erstklassig ausgebildete Fachkräfte aus der Region einstellen können."

Marco Langhof, Präsident der Arbeitgeber und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt, bezeichnete die Ansiedlung als Wendepunkt in der Ansiedlungspolitik des Landes – auch über die Region Magdeburg hinaus. "Diese Ansiedlung setzt natürlich ein Zeichen für die Widerstandsfähigkeit der europäischen Wirtschaft", sagte Langhof MDR SACHSEN-ANHALT. Die Corona-Krise habe gezeigt, welche Probleme entstehen, wenn die weltweiten Prozesse zum Erliegen kommen. Für Susanne Wiedemeyer vom Deutschen Gewerkschaftsbund in Sachsen-Anhalt macht die Ansiedlung von Intel Magdeburg zu einer "Boom-Town" der Tech-Branche.

Das angekündigte Investitionsvolumen ist einmalig in Sachsen-Anhalt und eröffnet dem Bundesland, der Region und der Landeshauptstadt Magdeburg neue Chancen und Perspektiven.

Susanne Wiedemeyer | DGB Sachsen-Anhalt

Kritik an der Intel-Ansiedlung kommt von Ralf Mayer, der Landesvorsitzende des BUND Sachsen-Anhalt. Die Eingriffe in die Natur seien gewaltig, sagt Mayer im Gespräch mit MDR SACHSEN-ANHALT.

Drei Punkte stehen bei uns im Fokus. Zum einen die Flächenversiegelung, die im Verhältnis von 1 zu 1 an anderer Stelle entsiegelt werden muss. Zweitens: Der Verlust von Lebensraum für viele seltene und geschützte Arten. Und zuletzt: Das Mobilitätskonzept sollte maximal auf Klimafreundlichkeit und Nicht-Motorisierung ausgelegt sein.

Ralf Mayer | BUND Sachsen-Anhalt

Das amerikanische Technik-Unternehmen Intel will in Magdeburg eine der größten Chip-Fabriken Europas bauen. Wie Intel-Geschäftsführer Pat Gelsinger mitteilte, sollen in einer ersten Phase zwei Fabriken in Sachsen-Anhalt entstehen.

Der gigantische Fabrik-Komplex soll im Südwesten von Magdeburg, an der Grenze zum Landkreis Börde, entstehen. Nach Angaben von Branchenkennern handelt es sich um eine der größten Chip-Fabriken in Europa und die größte Firmenansiedlung in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten. Der Autohersteller Tesla beispielsweise investierte in seine Giga-Fabrik in Brandenburg rund 5,8 Milliarden Euro.

#MDRklärt So viel Geld investieren Firmen in Standorte in Sachsen-Anhalt

Bildrechte: MDR / Karina Heßland/IMAGO / Eckehard Schulz
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MDR (Maximilian Fürstenberg) Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 15. März 2022 |15:00 Uhr Bildrechte: MDR/Max Schörm

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MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT | 15. März 2022 | 15:00 Uhr

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