Kira Geiss
Die 20-jährige Kira Geiss ist Miss Germany 2023. Bildrechte: IMAGO/Fotostand

Female Leader Award Neue "Miss Germany 2023" kommt aus Magdeburg

07. März 2023, 11:29 Uhr

Kira Geiss ist die neue "Miss Germany". Die 20-jährige Magdeburgerin setzte sich am Sonnabend gegen neun andere Frauen durch. Sie engagiert sich in der Jugendarbeit und will diese nach eigenen Worten in Deutschland großmachen. Statt einer Krone im Schönheitswettbewerb erhält die Siegerin den "Female Leader Award".

Kira Geiss ist die neue "Miss Germany 2023". Die angehende Religions- und Gemeindepädagogin hat sich am Sonnabend im Europa-Park Rust im Finale gegen neun Mitbewerberinnen durchgesetzt. Als Siegprämie erhielt die 20-jährige Wahlmagdeburgerin 25.000 Euro, um ein Projekt ihrer Wahl zu verwirklichen. "Ich bin dankbar, eine Plattform zu bekommen für die Jugendarbeit", sagte sie direkt nach ihrer Wahl.

Als ich ganz unten war, hat Jugendarbeit mich aufgebaut.

Kira Geiss vor der Miss-Wahl

Siegprämie für Jugendarbeit

Sie erklärte, dass sie aus eigener Erfahrung wisse, wie wichtig Jugendarbeit sei. Als Teenager sei sie in ein alkohol- und drogenverherrlichendes Umfeld geraten. "Als ich ganz unten war, hat Jugendarbeit mich aufgebaut", sagte sie bei ihrem Abschlussplädoyer direkt vor der Miss-Wahl. Das Preisgeld wolle sie deshalb zur Förderung in diesem Bereich einsetzen.

Die 20-jährige Kira Geiss ist Miss Germany 2023.
Kira Geiss bei der Preisverleihung. Bildrechte: IMAGO / STAR-MEDIA

Geiss, die in Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg aufgewachsen ist, schreibt außerdem über sich: "Ich feier' Frauen, die mit anpacken können und liebe es handwerklich aktiv zu werden. Bevor ich nach Magdeburg gezogen bin, habe ich eine Ausbildung zur Visual Merchandiserin gemacht. Ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben ist auch mein christlicher Glaube. Im vergangenen Jahr habe ich deshalb hier in Magdeburg mitgeholfen eine Jugendgemeinde zu gründen, welche sich dafür einsetzt, dass junge Menschen auf der sozialen, kreativen und musikalischen Ebene gefördert werden."

Jugendprojekt in Magdeburg aufgebaut

2021 hatte sie gemeinsam mit zwei weiteren Frauen in Magdeburg die Jugendgemeinde "Eastside" innerhalb der landeskirchlichen Gemeinschaft aufgebaut. In einem Projekt von "Eastside" können junge Leute musikalisch und handwerklich kreativ werden und sich ausprobieren. "Wir müssen jungen Menschen Verantwortung geben, sie fördern, anleiten und Beziehung leben", sagte Geiss.

An der Evangelischen Missionsschule in Unterweissach in Baden-Württemberg studiert Geiss Theologie.

Zehn Frauen im Finale

15.000 Frauen hatten sich in dieser Staffel beworben, zehn kamen ins Finale – darunter auch die Transfrau Saskia von Bargen aus Friedrichsfehn im niedersächsischen Ammerland, die "Black Lives Matter"-Aktivistin Audrey Boateng, Ex-Tennisprofi Romy Kölzer, Gamerin Sandra Friedrichs aus Hamburg, die über Vorzüge, Nachteile und insbesondere den Aspekt mentale Gesundheit bei Videospielen aufklären will ebenso wie die Schornsteinfegermeisterin Vanessa Didam aus Köln, die für mehr Frauen im Handwerk warb. Alle hatten am Samstagabend in mehreren Runden Zeit, sich und ihre unterschiedlichen Ziele dem Publikum vorzustellen.

Eine Jury aus Moderatorin Ruth Moschner, Entertainer Nicolas Puschmann, TV-Host Bruce Darnell, Model Monica Meier-Ivancan und der Pressesprecherin von "Miss Germany", Jil Andert, wählte nach mehreren Vorstellungsrunden im Europa-Park im südbadischen Rust die Siegerin.

Neuausrichtung des früheren Schönheitswettbewerbs

Auf der Homepage von "Miss Germany" heißt es, man habe sich vor drei Jahren von dem veralteten Konstrukt des "Schönheitswettbewerbs" verabschiedet. Die Auszeichnung gelte nun Frauen, die Verantwortung übernehmen. Statt wie früher eine Krone erhielt die diesjährige "Miss Germany" zum ersten Mal den "Female Leader Award".

Kira Geiss sieht die Neuausrichtung des Wettbewerbs als richtigen Schritt. Sie sagte dem MDR, an einem Schönheitswettbewerb in Bademode wie früher hätte sie nicht teilgenommen. Sie habe die Jury vom positiven Einfluss der Frauen auf die Gesellschaft überzeugen können. Sie selbst wolle sich weiter in der Jugendarbeit engagieren.

Die 20-jährige Kira Geiss ist Miss Germany 2023. 5 min
Bildrechte: IMAGO / STAR-MEDIA

dpa, epd, MDR (Martin Paul) | Erstmals veröffentlicht am 05.03.2023

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 05. März 2023 | 09:00 Uhr

7 Kommentare

Timmi21 am 06.03.2023

Es ist doch egal, ob Magdeburg, Stuttgart oder sonstwas.
Eine tolle gutaussehende Frau mit Ausstrahlung. Mehr als verdient gewonnen ohne Sexismus. GRATULATION

Tom0815 am 05.03.2023

Im Titel steht "Neue "Miss Germany 2023" kommt aus Magdeburg" und später im Artikel "Geiss, die in Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg aufgewachsen ist...". Und nun lebt sie in Magdeburg, weshalb man doch sicherlich "kommt aus Magdeburg" oder "Magdeburgerin" oder "Wahlmagdeburgerin" schreiben, oder?

Also wenn wenn mich jemand fragt wo ich herkomme, dann nenne ich den Ort/Region in der ich lebe und nicht wo ich aufgewachsen oder geboren bin.

Und letztlich spielt es doch auch überhaupt keine Rolle.

Herzlichen Glückwunsch zum Titelgewinn!!!

Anni22 am 05.03.2023

@ Shantuma es wird nicht nur nach Schönheit sortiert, aber irgendwie doch oder wie sehen die Kanditatinnen alle so aus. Engagierte ohne Schönheit waren jedenfalls nicht dabei...

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