Kurz vor der Entscheidung "Wir können einiges reißen" – Magdeburg hofft auf Titel Kulturhauptstadt

Beim digitalen Jurybesuch für Magdeburgs Kulturhauptstadt-Bewerbung stellten sie ihre Einrichtungen vor: Magdeburger Köpfe aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Rektoren, Sportlerinnen, Kulturmacher und Wissenschaftlerinnen in der Landeshauptstadt erzählen, was sie von der Bewerbung erwarten, wie ihrer Ansicht nach die Chancen stehen und wen sie als Konkurrenz sehen. Am Mittwoch fällt die Entscheidung.

Grauhaariger Mann mit Brille in Hemd und Blazer mit Tuchschal
"Ich geh jetzt erstmal ganz sicher davon aus, dass wir es packen", sagt Professor Jens Strackeljan, der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über die Bewerbung. Es kämen viele aus dem Ausland nach Magdeburg, die Kultur mitbringen, und man hätte mithilfe des Titels viel mehr Möglichkeiten, das aktiv zu nutzen. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Grauhaariger Mann mit Brille in Hemd und Blazer mit Tuchschal
"Ich geh jetzt erstmal ganz sicher davon aus, dass wir es packen", sagt Professor Jens Strackeljan, der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über die Bewerbung. Es kämen viele aus dem Ausland nach Magdeburg, die Kultur mitbringen, und man hätte mithilfe des Titels viel mehr Möglichkeiten, das aktiv zu nutzen. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Blonde Frau mit Brille und rotem Schal
"Was wir davon gewinnen können, ist tatsächlich näher zusammenzurücken in der Stadtkultur: Wissenschaft, Kultur, Kunst näher zusammenzubringen", sagt Constanze Seidenbecher vom Leibniz-Institut für Neurobiologie. Der Prozess habe schon einiges bewirkt, nicht nur mit den Leuten, die involviert waren, auch mit den Bürgern, die sich gefragt hätten: Was ist denn da los? Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Mann mit Käppi in schwarzer Wetterjacke
Magdeburg oder Chemnitz wird es, denkt Florian Sosnowski von den "Urbanpiraten". Magdeburg habe viel Potenzial, sodass "wir hier einiges reißen können und ich hoffe, dass wir bis dahin diese Spannung, Euphorie , die man jetzt die letzten Wochen so zu spüren bekommen hat, auch noch halten können." Denn immerhin seien es noch fünf Jahre, bis man den Titel dann wirklich feiern könne. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Braunhaaarige Frau in weißer Bluse und Blazer
"Wir haben der Jury gezeigt, dass wir für diese Kulturhauptstadt-Bewerbung auch richtig brennen", sagt Professorin Anne Lequy, Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie hofft, die Jury lasse sich von diesem "Spirit" anstecken. Die Stadt werde von vielen Menschen unterstützt und der Prozess habe schon einiges verändert. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Weißhaariger Mann mit Hemd und Blazer und Brille
"Man spürte eine gewisse Zugewandtheit", sagt Carsten Gerth, der Leiter des Gesellschaftshauses Magdeburg, über die Jury, die bei einem digitalen Besuch vom Bewerbungsteam durch die Stadt geführt wurde. Wie viele andere der Entscheidungsträger in der Stadt – Geschäftsführer, Vereinsvorsitzende, Rektoren – war er als Vertreter der Stadt beim Livestream mit der Jury dabei. Magdeburg werde nicht vorrangig als Kulturstadt wahrgenommen, sondern eher als Stadt der Wissenschaft und Technik. Da habe die Bewerbung schon innerhalb der Stadt viel bewegt. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Grauhaariger Mann in Wetterjacke mit WOBAU-Logo
Hannover sei auch gut, sagt Peter Lackner, der die Wohnungsbaugenossenschaft Magdeburg (WOBAU) leitet, über die Konkurrenz. "Aber die haben ja schon alles da. Wir haben hier eine richtige Chance uns zu entwickeln und diesen Entwicklungsschritt brauchen wir auch." Er sehe Magdeburg als einen Favoriten. Das Team des Bewerbungsbüros und dessen Arbeit begeistere ihn. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Junge rothaarige Frau in Sporttrikot in der Magdeburger Innenstadt
Wenn man Magdeburg und Kultur mit Sport verbinden möchte, ist Frauenfußball ein wichtiger Punkt für Caroline Hildebrand vom Magdeburger Frauen-Fußball-Club (MDFFC). Der Frauenfußball sollte populärer werden und er sei ein Teil der Kultur. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Grauhaariger Mann in schwarzer Wetterjacke mit Brille
Am Ende sei es auch ein bisschen Glückssache, sagt der ehemalige Beigeordnete für Kultur der Stadt, Prof. Matthias Puhle. Er ist aber zuversichtlich, beim Blick auf Magdeburgs Bewerbung: "Fantastische Projekte und auch sehr gute Themen, die da gesetzt werden. Ich bin eigentlich ziemlich optimistisch. Vor allem atmet es einen sehr starken internationalen, europäischen Geist und nimmt trotzdem die lokale Kunst- und Kulturszene mit." Seit seinem Staatsexamen sei er nicht mehr so aufgeregt gewesen, wie vor dieser Entscheidung. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Mann in grüner Jacke mit Kapuze mit einem orangen Lastenfahrrad
Dass Magdeburg sich überhaupt beworben hat und soweit gekommen ist, findet Martin Hoffmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ganz wichtig. Der ADFC setze sich dafür ein, dass Radkultur ein Thema der Bewerbung ist und dass sich was für die Radkultur tut: "Ich sag mal vorsichtig: Da ist sehr viel Luft nach oben", so Hoffmann. Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Mann mit kurzen Haaren und dreitagebart in schwarzer Wetterjacke und Tuchschal
"Auch wenn es am Mittwoch nicht klappt, ist es wichtig, dass jetzt ein positives Signal ausgeht", sagt der Geschäftsführer des Kulturzentrums Festung Mark, Christian Szibor. Man müsse in der Kulturszene zusammenwachsen, so wie man es zu Beginn der Corona-Krise bereits getan habe. Und "der Kultur ihren Raum geben, den sie in dieser Stadt braucht." Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Dunkelblonde Frau mit schulterlangen Haare und Jeanshemd
Nachhaltige Verbindungen habe der Bewerbungsprozess bereits geschaffen, sagt Laura Busch vom Theater Magdeburg. Die Bewerbung habe alle ins Boot geholt aus Technik, Wissenschaft, Theater. Sie glaubt, dass die Verbindungen und Konstellationen erhalten bleiben werden und neue Projekte und neue Kultur daraus geschöpft werden könne.

Quelle: MDR/jh
Bildrechte: MDR/Sören Thümler
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 26. Oktober 2020 | 08:30 Uhr

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