Ostfalenpark Landeskriminalamt zieht von Magdeburg nach Barleben

Das Landeskriminalamt soll in ein neues Gebäude in Barleben außerhalb von Magdeburg umziehen. Innenministerin Tamara Zieschang und Finanzminister Michael Richter haben die Pläne am Dienstag am Baugrundstück vorgestellt. Eine Sanierung des alten Standortes ist laut Zieschang nicht sinnvoll. Der Neubau im Ostfalenpark Barleben ist das bisher größte Investitionsvorhaben der Landespolizei.

Eine Frau fährt mit dem Fahrrad an einem Feld voller Mohnblumen vorbei, vor dem ein Wegweiser nach links zum Industriegebiet Ostfalen und nach rechts nach Barleben zeigt.
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Das Landeskriminalamt von Sachsen-Anhalt zieht von Magdeburg nach Barleben. Das haben Finanzminister Michael Richter (CDU) und Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin im Barleber Ostfalenpark bekannt gegeben.

700 Arbeitsplätze am Standort

Auf einer Fläche von etwa zehn Fußballfeldern sollen dann 700 Beschäftigte in einem Neubau arbeiten, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatsschutzes und der Spurensicherung sowie IT-Fachkräfte der Polizei.

Bisher sind die LKA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter auf vier Standorte in Magdeburg und Schönebeck verteilt. Der Umzug ist für 2027 geplant. Mit 300 Millionen Euro ist es das größte Investitionsvorhaben der Landespolizei.

Zieschang: Sanierung des alten Standortes nicht zu realisieren

Innenministerin Tamara Zieschang sagte bei einem Besichtigungstermin des neuen Areals, der Neubau werde sowohl die räumlichen als auch die technischen Anforderungen der Labore, Datenleitungen und Server-Kapazitäten erfüllen.

Eine komplette Sanierung des alten Standortes, wo in Decken und Wänden Mineralfasern verbaut sind, wäre nicht zu realisieren. Zudem seien am neuen Standort mit allen Mitarbeitenden kürzere Wege und engere Abstimmungen möglich. Die Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt (IPS) soll das Bauprojekt umsetzen.

Finanzminister Michael Richter sagte, die Stadt Magdeburg habe in den nächsten Jahren große Aufgaben zu bewältigen. Deshalb sei Barleben hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Durchführung der Baumaßnahmen geeigneter.

MDR (Ronald Neuschulz,Marcel Knop-Schieback,Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08. Juni 2022 | 17:30 Uhr

1 Kommentar

Shantuma vor 17 Wochen

Kürzere Wege ... für alle Mitarbeiter? Naja, das mag man arg bezweifeln.

Aber hey ist ja nur Steuergeld und wir wissen ja, dieses ist unendlich verfügbar. Nur halt nicht für wirklich brauchbares.

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