Oberbürgermeister-Wahl 2022 Diese Kandidaten wollen ins Magdeburger Rathaus

Elisa Sowieja-Stoffregen
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Am 24. April wählt Magdeburg ein neues Stadtoberhaupt. Neun Bewerberinnen und Bewerber wollen Lutz Trümper nachfolgen. Was haben sie mit der Stadt vor? Und wie ticken sie persönlich? MDR SACHSEN-ANHALT stellt die Oberbürgermeister-Kandidaten in einem Überblick vor.

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Zum Audio: Zur Oberbürgermeisterwahl in Magdeburg treten im April 2022 neun Kandidatinnen und Kandidaten an. Bildrechte: dpa
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Vier Frauen und fünf Männer bewerben sich um die Nachfolge von Lutz Trümper. 191.000 Wahlberechtigte können am 24. April in 137 Wahllokalen abstimmen.

MDR SACHSEN-ANHALT Di 29.03.2022 15:30Uhr 00:32 min

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Neun Magdeburgerinnen und Magdeburger haben ein Auge auf Lutz Trümpers Büro geworfen. Wer es ins Rathaus schafft, entscheidet sich bei der Oberbürgermeisterwahl am 24. April oder spätestens bei der Stichwahl am 8. Mai. Hier ein Überblick über die Bewerbungen:

Vier von neun Kandidaten sitzen in einem Parlament

Wer die Politik in Magdeburg und Sachsen-Anhalt verfolgt, dem dürften die meisten Bewerbernamen bekannt vorkommen. Zum Beispiel Tobias Krull (44): Der Verwaltungsfachwirt sitzt seit sechs Jahren für die CDU im Landtag. Oder seine Landtags-Kollegin Nicole Anger (45) von der Linken, zuvor Referentin für Kinder- und Jugendhilfe war. Oder Jens Rösler (53), von Beruf Finanzwirt: Im Magdeburger Stadtrat ist er Fraktionsvorsitzender der SPD. Bei der Wahl wird er außerdem von den Grünen unterstützt. Auch Frank Pasemann (61) ist kein Unbekannter: Der Immobilienverwalter führt im Stadtrat die AfD-Fraktion an – obwohl er aktuell kein Parteimitglied ist.

Auf der Bewerberliste steht auch Simone Borris (59), Sozialbeigeordnete der Stadt und stellvertretende Oberbürgermeisterin. Die parteilose Kandidatin wird von der FDP, von future! und der Tierschutzpartei unterstützt. Dann wäre da noch die Kandidatin der Tierschutzallianz Bettina Fassl (54). Politisch aktiv ist die kaufmännische Angestellte mit ihrem Ehrenamt als Leiterin der Bundesgeschäftsstelle ihrer Partei. Als jüngste Kandidatin tritt die 24-jährige Sarah Biedermann an, gelernte Hotelfachfrau. Sie geht für die Freien Wähler ins Rennen, für die sie in Magdeburg auch im Vorstand sitzt.

Ende März ist zudem die Kandidatur von André Jordan (46) bekannt geworden. Der Wissenschaftsingenieur tritt für "Die Partei" an. Auch Till Isenhuth (27) hat seinen Hut in den Ring geworfen. Der Student geht parteilos ins Rennen.

Bessere Baustellenplanung, digitale Verwaltung, kostenlose Nutzung von Bus und Bahn

Wo drückt in Magdeburg der Schuh am meisten? Sowohl Simone Borris als auch Tobias Krull, André Jordan und Till Isenhuth haben erkannt, dass die Verkehrssituation mit den vielen Baustellen nicht das Gelbe vom Ei sei. In einem Fragebogen von MDR SACHSEN-ANHALT geben alle drei an, sie würden sich nach gewonnener Wahl um die Verkehrssituation kümmern. Krull würde außerdem die Verwaltung digitalisieren, Borris die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Senioren angehen. Jordan möchte sich für mehr Bürgernähe und Transparenz einsetzen. Auch Isenhuth plant eine zweiwöchentliche Bürgersprechstunde. Außerdem will er einige kleine Projekte umsetzen: mehr Mülleimer, Fahrradständer und Sitzbänke platzieren sowie neue Bäume pflanzen.

Rechts eine große Baustelle, links ein schmaler Fußweg, der von einem Absperrgitter begrenzt ist.
Die Verkehrssituation mit den vielen Baustellen in Magdeburg würden zwei der Kandidatinnen und Kandidaten mit als erstes angehen. Bildrechte: MDR/Leonard Schubert

Jens Rösler liegen günstige Mieten am Herzen, und er will die Stadt für den Klimawandel rüsten. Bettina Fassl möchte ein Modellprojekt für die kostenlose Nutzung von Bus und Bahn prüfen und das Problem Vandalismus angehen. Auf Frank Pasemanns Liste ganz oben stehen Wirtschaftsförderung und drastische Sparmaßnahmen bei Dingen, die er für unnötig hält, um den Haushalt zu konsolidieren. Nicole Anger will den Neubau von Schulen beschleunigen und das kostenlose Schülerticket einführen. Auch Sarah Biedermann ist das Schülerticket mit am wichtigsten. Außerdem möchte sie kommunale Förderprogramme für die Vereine und die Kulturszene der Stadt ins Leben rufen, die unabhängig von Eigenmitteln sind, um die Auswirkungen der Pandemie abzumildern.

Jeder würde etwas so machen wie Trümper

Bei sämtlichen Ideen für Neues finden alle sieben Kandidatinnen und Kandidaten auch etwas, das sie von Lutz Trümper übernehmen würden: sei es seine Art, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen oder das Herzblut, mit dem er Entscheidungen trifft.

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MDR (Elisa Sowieja-Stoffregen)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 24. Januar 2022 | 07:30 Uhr

12 Kommentare

Burgfalke vor 16 Wochen

Nachtrag zu den Bewerbern:

Ein User hat lediglich gefragt: "Wer von den Kandidaten ist gebürtiger Magdeburger ( oder nahes Umland ) ???"

Im Normalfall sollte eine Frage mit einem "?" gekennzeichnet sein. Hier sogar mit drei "?" - mehr geht doch nicht.

Da ich selbst die im Artikel genannten Bewerber nicht kenne, so konnte iund habe ich zu diesen Personen natürlich auch keine Aussagen gemacht!

Da es nur selten die Gelegenheit gibt über div. "Fehlentwicklungen", wo der regionale Bezug seit Jahrzehnten fehlt, habe ich gewagt über ein solchen zu berichten.
Stimmts:
Hier trägt mein Hinweis/ Anmerkung erneut = es interessiert ohnehin keinen wirklich.

Thommi Tulpe vor 16 Wochen

Dieser Herr Pasemann wird nur leider sein Klientel völlig mobilisieren, was ich bei den anderen Kandidaten eher bezweifle. Eine Spur von Weltuntergangsstimmung kann dieser Kommentar enthalten.

Burgfalke vor 16 Wochen

@Der Matthias,

bitte lesen Sie erst gewissenhaft, ehe Sie (wie leider wiederholt!) mit falschen Unterstellungen handieren. Ist doch nun nicht wirklich zu viel verlangt oder?

Wenn es Sie interessiert, dann gut. Das ist aber längst nicht mehr der "Normalfall". Handy und Co. sind wichtiger und das haben Sie bestimmt auch schon festgestellt.

Übrigens:
Die Kandidaten von Magdeburg kann ich nicht bewerten und habe dies somit auch nicht getan!
Meine Aussagen bezogen sich als Negativbeispiel auf die Stadt Naumburg und das war doch erkennbar!
Bitte keine Unterstellungen Ihrerseits, jedoch mehr Sorgfalt bitte!

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