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Die beiden Kandidaten für die Stichwahl im Mai sind Jens Rösler und Simone Borris. Bildrechte: Jens Rösler, Simone Borris/Althaus Fotostudio

EntscheidungOB-Wahl in Magdeburg: Stichwahl zwischen Borris und Rösler

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 24. April 2022, 20:48 Uhr

Oberbürgermeister-Wahl in Magdeburg: Keiner der neun Bewerber um den Posten als Stadtoberhaupt hat am 24. April die absolute Mehrheit erreicht. Simone Borris und Jens Rösler müssen am 8. Mai in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,5 Prozent.

  • Bei der Oberbürgermeister-Wahl in Magdeburg hat keiner der neun Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht. Die Einzelbewerberin Simone Borris und der SPD-Bewerber Jens Rösler treten am 8. Mai in einer Stichwahl gegeneinander an.
  • Die Nachfrage nach Briefwahlunterlagen war fast dreimal so groß wie bei der vergangenen Oberbürgermeister-Wahl.

Oberbürgermeister-Wahl in Magdeburg am Sonntag: Rund 190.000 Magdeburgerinnen und Magdeburger waren aufgerufen, über die Nachfolge des langjährigen Oberbürgermeisters Lutz Trümper zu entscheiden.

Alle Wahlgebiete sind bereits ausgezählt (Stand: 20:10 Uhr). Vorn liegt die Einzelbewerberin Simone Borris (42 Prozent der Stimmen), gefolgt vom SPD-Bewerber Jens Rösler (26 Prozent). Somit wird es zwischen den beiden eine Stichwahl am 8. Mai geben. Abgeschlagen auf dem dritten Platz folgt der Bewerber der CDU, Tobias Krull (12 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 40,5 Prozent.

Interessierte konnten sich die Zwischenergebnisse am Sonntagabend auf der Website der Stadt einsehen.

Um 18 Uhr hatten die Wahllokale geschlossen. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT hatte es keinen Ansturm auf die Wahllokale gegeben; allerdings hatten auch viele Wahlberechtigte Briefwahl beantragt.

Die Magdeburger OB-Wahl in ZahlenZur OB-Wahl in Magdeburg sind die 137 Wahllokale am Sonntag zwischen 8 Uhr und 18 Uhr geöffnet. Laut Stadt sind 118 Wahllokale barrierefrei. Insgesamt sollen demnach 1.096 Wahlhelferinnen und -helfer dafür sorgen, dass alles nach Plan läuft. 328 Frauen und Männer helfen bei der Auszählung der Briefwahlstimmen.

Insgesamt neun Männer und Frauen hatten im ersten Wahldurchgang am 24. April ihren Hut in den Ring geworfen. Zur Wahl standen:

  • Nicole Anger (die Linke): Sie will sich für ein dauerhaft kostenfreies Schülerticket einsetzen und den Neubau von Schulen beschleunigen.
  • Sarah Biedermann (Freie Wähler): Auch sie schlägt ein kostenloses Schülerticket vor; außerdem möchte sie kommunale Förderprogramme für Vereine und die Kulturszene ins Leben rufen.
  • Simone Borris (Einzelbewerberin): Sie will die Bearbeitungszeiten von Bürgeranliegen durch Digitalisierung verkürzen und etwas an der Verkehrssituation mit den vielen Baustellen ändern. Borris wird von FDP, future! und Tierschutzpartei unterstützt.
  • Bettina Cornelia Fassl (Tierschutzallianz): Sie möchte sich für ein Modellprojekt zum kostenlosen Bus- und Bahnfahren einsetzen und das Problem Vandalismus angehen.
  • Till Isenhuth (Einzelbewerber): Ein Schwerpunkt für ihn ist die Digitalisierung und Internationalisierung von Behörden. Außerdem will er Transparenz und Beteiligung stärken.
  • André Jordan (Die Partei): Auch er möchte sich für mehr Bürgernähe und Transparenz einsetzen. Die vielen Baustellen sind für ihn ebenfalls ein wichtiges Thema.
  • Tobias Krull (CDU): Neben den Baustellen will er sich um die Unterstützung heimischer und neuer Unternehmen kümmern.
  • Frank Pasemann (parteilos, unterstützt von AfD): Auf seiner Themenliste ganz oben stehen Wirtschaftsförderung und drastische Sparmaßnahmen bei Dingen, die er für unnötig hält, um den Haushalt zu konsolidieren.
  • Jens Rösler (SPD): Rösler möchte das Thema günstige Mieten angehen und die Stadt besser an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen. Er wird auch von den Grünen unterstützt.

Ihre Themenschwerpunkte haben die Kandidatinnen und Kandidaten MDR SACHSEN-ANHALT in einem Fragebogen mitgeteilt.

Briefwahl: Fast dreimal so viele Anträge wie 2015

Im Wahllokal ist ein Mund-Nasen-Schutz für Wählerinnen und Wähler keine Pflicht. Bildrechte: dpa

Es hat zwei Wege gegeben, seine Stimme abzugeben. Weg Nummer eins: im Wahllokal. Weg Nummer zwei: die Briefwahl.

Die Briefwahl war in diesem Jahr sehr gefragt. Die Stadtverwaltung teilte mit, dass gut 45.000 Wahlscheinanträge in der Briefwahlstelle bearbeitet wurden. Das seien gut dreimal so viele wie bei der Oberbürgermeisterwahl 2015. Damals hatten rund 15.300 Magdeburgerinnen und Magdeburger per Briefwahl abgestimmt. Ein Grund für den großen Anstieg dürfte in der Corona-Pandemie liegen.

Am 1. Juli ist Amtsantritt

Wer die Stichwahl am 8. Mai gewinnt, darf offiziell am 1. Juli sein neues Büro im Rathaus beziehen. Das ist übrigens ein Freitag – der oder die Erstplatzierte hat dann also einen sehr besonderen Start ins Wochenende.

Mehr zum Thema: Oberbürgermeisterwahl in Magdeburg

MDR (Elisa Sowieja-Stoffregen, Luca Deutschländer)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 24. April 2022 | 08:00 Uhr

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