Ungeklärter Kriminalfall im Vorharz Tötung einer 77-Jährigen vor zehn Jahren: DNA-Spuren werden erneut ausgewertet

Zehn Jahre nach dem Mord an einer 77-Jährigen Frau in Wegeleben im Vorharz nimmt die Polizei die Ermittlungen wieder auf. Am Tatort waren DNA-Spuren gesichert worden, die bislang niemandem zugeordnet werden konnten. Nun sollen alle Männer aus Wegeleben eine Speicheprobe abgeben.

Einem Mann wird 2012 eine Speichelprobe abgenommen.
Männer aus Wegeleben sollen Speichelprobe abgeben (Symbolbild). Bildrechte: imago images / nordpool

Die Ermittlungen zum zehn Jahre zurückliegenden gewaltsamen Tod einer 77-Jährigen in Wegeleben (Landkreis Harz) werden wieder aufgenommen, teilte die Polizei in Magdeburg mit. Trotz intensiver und umfangreicher Ermittlungen habe das Tötungsverbrechen bis heute nicht aufgeklärt werden können.

Am Tatort seien im April 2012 DNA-Spuren gesichert worden, die aber bislang keinem Menschen zugeordnet werden konnten. Ihnen solle nun aufgrund eines aktuellen Beschlusses des Amtsgerichts Halberstadt mit zeitgemäßen Ermittlungsmethoden und -technik erneut nachgegangen werden, hieß es.

Männer sollen zur Speichelprobe

Alle Männer im Alter von 25 bis 95 Jahren, die zur Tatzeit in Wegeleben gewohnt haben, sollen nun freiwillig eine Speichelprobe abgeben. Die Betroffenen werden von der Polizeiinspektion Magdeburg angeschrieben.

Eine Nachbarin hatte die Frau 2012 tot in deren Wohnung gefunden. Der alarmierte Notarzt konnte aber nur noch den Tod der Rentnerin feststellen. Eine Obduktion ergab, dass die Frau durch massive Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper gestorben ist.

epd, MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. Mai 2022 | 15:30 Uhr

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