Tabak, Medikamente und gefälschte Produkte Zoll Magdeburg erzeugt Energie mit beschlagnahmter Ware

Der Zoll in Magdeburg hat seine Asservatenkammer geleert und beschlagnahmte Waren verbrannt. Statt einem Steuerschaden wird so Fernwärme gewonnen. Unter den verbrannten Asservaten waren tonnenweise Tabak und Medikamente.

Sichergestellte Schmuggelzigaretten liegen 2012 in einem Behälter zur Vernichtung.
Unter anderem mehr als 500.000 geschmuggelte Zigaretten wurden verbrannt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa | Collage: Fabian Frenzel

Der Zoll hat in Magdeburg beschlagnahmte Waren im Wert von mehr als einer Million Euro vernichtet. Gut drei Tonnen Asservate aus einem halben Jahr seien am Dienstag vernichtet worden, teilte die Behörde mit.

Die unverzollten oder illegalen Waren erfüllten durch die Verbrennung noch einen Zweck: Sie wurden in einer Magdeburger Müllverbrennungsanlage in Fernwärme umgewandelt.

Tabak, Medikamente und gefälschte Waren

Allein 1,2 Tonnen Grundmasse für Wasserpfeifentabak verheizten die Beamten. Dazu kamen rund 560.000 geschmuggelte Zigaretten, eine halbe Million Einheiten illegaler Medikamente und Dopingmittel. Außerdem wurden 600 Postpakete mit gefälschten oder nicht einfuhrfähigen Waren verbrannt. Zöllnerinnen und Zöllner überwachten, wie die Asservate per Greifarm ins Feuer befördert wurden.

dpa/MDR, Fabian Frenzel

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 24. Juni 2021 | 15:00 Uhr

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