Entlassung von Kai Perret Zoo Magdeburg: Außergerichtliche Einigung im Streit zwischen Ex-Direktor und Stadt

Im Streit um die Kündigung des ehemaligen Magdeburger Zoodirektors Kai Perret vor dem Landgericht ist eine Einigung in Sicht. Perret werden unter anderem Untreue und Gefährdung des Tierwohls vorgeworfen. Er selbst bestreitet die Vorwürfe.

Dr. Kai Perret
Kai Perret war im März 2020 entlassen worden. Bildrechte: imago/Christian Schroedter

Der Streit um die Entlassung des früheren Magdeburger Zoodirektors Kai Perret soll außergerichtlich beigelegt werden. Darauf haben sich beide Seiten am Dienstag im Magdeburger Landgericht verständigt.

Es geht um Geld, ein Arbeitszeugnis und weitere Unterlagen

Demnach geht es bei den Verhandlungen um die Bezahlung des Zoodirektors für die ersten drei Monate nach der ausgesprochenen Kündigung und ein Arbeitszeugnis. Außerdem fordert der Zoo nach Aussage der Richterin von Perret die Herausgabe bestimmter Unterlagen.

Perret war vergangenes Jahr im März sowohl fristlos als auch fristgemäß gekündigt worden. Die Vorsitzende Richterin Inka Semmler machte die Auffassung des Gerichts deutlich, dass die Kündigung Perrets vom 3. März 2020 auf jeden Fall wirksam geworden sei – sie ließ jedoch offen, ob mit sofortiger Wirkung oder mit Wirkung zum 30. Juni 2020.

Perret will Kündigung für unwirksam erklären lassen

Der ehemalige Zoodirektor wollte mit seiner zivilrechtlichen Klage erreichen, dass die Kündigung für unwirksam erklärt wird. Er sah keine wirksamen Gründe für eine fristlose oder eine ordentliche Kündigung.

Zur Erörterung der Gründe für Kündigung und ob diese tatsächlich ausreichten, kam das Gericht am Dienstag nicht. Die Parteien zogen sich für ein Gespräch zurück und erklärten anschließend, sie wollten eine außergerichtliche Einigung anstreben.

Perret werden unter anderem Untreue und Gefährdung des Tierwohls vorgeworfen. Er selbst bestreitet die Vorwürfe. Perret war seit 2003 Zoodirektor in Magdeburg.

MDR/Christoph Dziedo, Gero Hirschelmann, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 13. Juli 2021 | 15:00 Uhr

1 Kommentar

DanielSBK vor 10 Wochen

..Tigerwelpen mal so umbringen, immer irgendwelche dubiosen Todesfälle oder Einschläferungen unter den Zootieren, ein Großwildjagdgewehr Kaliber 12/70 was mal eben so hat und die Mitarbeiter sind auch nicht gut auf den zu sprechen.... ein ganz toller Hecht!
Und das mit 10.000€ Gehalt jeden Monat...
Zoo's sind meiner Meinung nach eh ein Anachronismus und gehören für's
Publikum abgeschafft!! Als reine Zucht oder "Notpflege" ist das vielleicht noch ok; aber nicht um da im Biergarten Alkohol zu trinken und auf den "Bärenfelsen" samt Bären (nicht Zoo MD aber andere!) zu glotzen...
Bären z.B. leben in Habitaten von mehrenden tausend Quadratkilometern!
Das gleiche gilt für Elefanten oder Tiger.

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