Müllreduzierung Magdeburg plant Pfandsystem für Pappbecher

Schnell mal einen Kaffee zum Mitnehmen? Jede Bäckerei bietet heutzutage den Coffee to go an. Doch die Pappbecher sind ein Müllproblem: Pro Jahr landen in Deutschland 2,8 Milliarden von ihnen in der Tonne. Magdeburg plant nun ein Pfandsystem.

Die Stadt Magdeburg will ein Pfandsystem für Pappbecher einführen. Das hat der Stadtrat beschlossen. Damit sollen weniger Kaffeebecher im Müll landen.

Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT plant die Stadt, einheitliche Mehrwegbecher samt Logo einzuführen. Dann könnten die Kunden den Becher vom Bäcker auch an anderen teilnehmenden Verkaufsstellen wieder abgeben.

Ähnliche Pfand-Modelle gibt es bereits in Hamburg und Freiburg im Breisgau. Auch Leipzig plant ein derartiges Pfandsystem.

Händler sind skeptisch

Die Gewerbetreibenden sind noch skeptisch: "Es ist eine Frage der Hygiene", sagt die Bäckerei-Inhaberin Gabriele Friebe. "Fremde Menschen nutzen die Becher, und ich muss die dann wieder annehmen und entsorgen. Dann muss ich mir ständig die Hände waschen", sagt sie. Das sei schwierig.

Auch die Kundenmeinungen gehen auseinander. Befürworter sehen den Vorteil für die Umwelt. Gegner befürchten einen Eingriff in den bequemen Kaffee-Konsum.

Pro Jahr landen  in Deutschland 2,8 Milliarden Pappbecher in der Tonne, das sind 320.000 Becher in der Stunde.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14.07.2017 | 17:00 Uhr

Quelle: MDR/as

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