Landgericht Magdeburg Minderjähriger aus Aschersleben wegen Mordes an 14-Jähriger angeklagt

Nach der Tötung eines 14-jährigen Mädchens aus Aschersleben soll Anfang Mai dem gleichaltrigen Ex-Freund am Landgericht in Magdeburg der Prozess gemacht werden. Ihm wird vorgeworfen, im November 2021 das Mädchen getötet zu haben.

Mehrere Menschen an einem Marktplatz, auf dem Blumen und Kerzen niedergelegt sind.
Nach der Tötung einer 14-Jährigen aus Ascherleben beginnt im Mai der Prozess gegen den Ex-Freund des Opfers. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

Am Landgericht Magdeburg beginnt Anfang Mai der Prozess gegen einen 14-jährigen Jugendlichen aus Aschersleben. Ihm wird vorgeworfen, im November vergangenen Jahres seine damals 14 Jahre alte Ex-Freundin getötet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft geht in ihrer Anklageschrift davon aus, dass die Tötung aus niedrigen Beweggründen grausam erfolgt sein soll, so dass Mord-Merkmale erfüllt sein können.

Prozess findet ohne Öffentlichkeit statt

Für den Fall einer Verurteilung wegen Mordes mit der Verhängung einer Jugendstrafe droht dem Angeklagten eine Haft von bis zu zehn Jahren. Ein erwachsener Straftäter muss bei einer Verurteilung wegen Mordes mit lebenslanger Freiheitsstrafe rechnen.

Da der Angeklagte zum Tatzeitpunkt und auch heute noch minderjährig ist, findet die gesamte Hauptverhandlung nicht öffentlich statt. 13 Verhandlungstage sind bis Mitte August angesetzt.

Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt

Der Fall hatte über die Grenzen von Sachsen-Anhalt hinaus für Entsetzen gesorgt. Die Jugendliche war zunächst als vermisst gemeldet worden. Sie hatte sich nach Angaben der Polizei mit ihrem Ex-Freund treffen wollen, um persönliche Gegenstände abzugeben. Später war sie nicht mehr zu erreichen.

Eine knappe Woche danach war schließlich die Leiche des Mädchens in einem Garagen-Komplex in Aschersleben gefunden worden. Wenig später erließ das Amtsgericht Magdeburg zunächst Haftbefehl gegen den 14-Jährigen wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags.

Ein weiterer 14-Jähriger galt zunächst ebenfalls als verdächtig, wurde aber mangels dringenden Tatverdachts aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.

Über das Urteil will das Gericht nach eigenen Angaben informieren.

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MDR (Hannes Leonard), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 29. April 2022 | 11:00 Uhr

2 Kommentare

husar vor 22 Wochen

Da gibt es nicht viel zu beleuchten.

MikeS vor 22 Wochen

Dann auch gleich das familiäre Umfeld beleuchten. Sowas kommt nicht von ungefähr...

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