Hack-Roboter vorgestellt Bernburg: Dieser "Dino" soll Landwirten bei der Arbeit helfen

Science-Fiction in Bernburg: Dort ist am Dienstag ein Dinosaurier in einem Maisfeld aufgetaucht. Allerdings kein echter – sondern einer, der den Landwirten bei der Arbeit helfen soll.

Ein grün-weißer Hack-Roboter steht auf einem Feld bei Bernburg
Hack-Roboter "Dino" steht auf einem Feld bei Bernburg Bildrechte: MDR/ Stephan Weidling

Nahe Bernburg ist am Dienstag in einem Maisfeld interessierten Landwirten ein Garten-Roboter vorgestellt worden. Der "Dino", wie das Gerät genannt wird, wurde im bayerischen Bamberg entwickelt. Der Roboter ist grün-weiß und so groß wie ein Kleinwagen.

Trotzdem kann das Monstrum auch "filigran" arbeiten. Denn der Roboter hackt die Erde auf zwei Zentimeter genau rund um Kopfsalat oder Maispflanze und sorgt so für die Bodenbelüftung. Die Position der Pflanzen wird dabei schon beim Säen gespeichert.

Unkrautbeseitigung ohne Pflanzenschutzmittel

Ein junger Mann mit dunklen Haaren.
Landwirt Friedrich Kunze Bildrechte: MDR/ Stephan Weidling

Zugleich beseitigt die Maschine mechanisch Unkraut – ohne Chemie-Einsatz. Auch deswegen ist der Roboter für Landwirt Friedrich Kunze aus Förderstedt eine echte Alternative. Der nutzt bisher noch Pflanzenschutzspritzen für seine Zwiebeln und Kartoffeln. Doch weil der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln immer öfter verboten wird, überlegt der Landwirt, sich einen "Dino" zuzulegen.   

Der Roboter arbeitet autonom, sodass weniger menschliche Arbeitskraft benötigt wird. Was wie der Traum eines jeden Hobby-Gärtners klingt, ist aber eher was für Profis: Die Maschine kostet 100.000 Euro.

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MDR/Oliver Leiste

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 08. Juni 2021 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

Saxe vor 6 Wochen

Es lohnt sich durchaus, immer wiederkehrende Arbeiten zu automatisieren. Das hat nichts mit Verstand zu tun sondern mit Einsparungen im Bereich Arbeitszeit und damit Lohn (gehört auch zu BWL). Umso besser, wenn dadurch der Gifteinsatz vermieden wird.
Sie machen es doch bestimmt zu Hause nicht anders. Beispiel: Die Heizungsanlage, die durch Thermostat und Zeitschaltuhr geregelt wird.

Basil Disco vor 6 Wochen

Jede Möglichkeit, die exzessive Giftspritzerei in der Landschaft einzudämmen sollte genutzt werden. Fragt sich nur, wie intelligent das Ding wirklich ist. Niemand ist damit gedient wenn auch Igel, Hamster, Lerchen und andere Ackerbewohner "gejätet" werden.

Steffen 1978 vor 6 Wochen

Da kann man gleich den Landwirt komplett ersetzen der kann dann auch noch paar Semester BWL studieren...gesunder Menschenverstand sollte mehr wert sein als all die Technik und künstliche Intelligenz

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