Unesco-Titel Pretziener Wehr soll Weltkulturerbe werden

Das Preziener Wehr soll zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt werden. Der Salzlandkreis soll so als Wirtschafts- und Wohnstandort von der Ernennung profitieren.

Blick auf das Pretziener Wehr bei Schönebeck
Nach der Sanierung 2010 hat das Preziener Wehr Magdeburg und Umgebung vor zwei großen Hochwassern geschützt. Bildrechte: MDR/André Plaul

Das Pretziener Wehr soll als Unesco-Weltkulturerbe vorschlagen werden, das haben Sachsen-Anhalts Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger (CDU), der Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer (SPD) und Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) am Dienstag bekannt gegeben.

Seit 145 schützt das Wehr Magdeburg und seine Umgebung vor Hochwasser. Die Anlage genieße daher eine "herausragende Bedeutung", so die Politiker am Dienstag.

Wird das Pretziener Wehr zum Weltkulturerbe erklärt, könne der Salzlandkreis als Wirtschafts- und damit auch als Wohnstandort profitieren", so Bauer.

Geschichte des Wehrs als ausschlaggebendes Argument

Schellenberger sei vom universellen Wert des Pretziener Wehrs überzeugt: Er begründete dies damit, dass der 162,8 Meter lange und 7,5 Meter breite Wehrsockel seit seinem Bestehen vielen weiteren Anlagen in anderen Ländern als Vorbild gedient habe.

Zudem sei es bereits 1889 im Rahmen der Weltausstellung in Paris mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden.

Sachsen-Anhalts Unesco-Titel

Zu den von der Unesco in Sachsen-Anhalt bereits anerkannten besonderen Kulturstätten gehören das Bauhaus Dessau, die Luthergedenkstätten in den Lutherstädten Eisleben und Wittenberg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, der Naumburger Dom sowie die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt von Quedlinburg. Außerdem zählt die Himmelsscheibe von Nebra zum Unesco-Weltdokumentenerbe.

MDR/Maximilian Fürstenberg, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR um 2 | 28. April 2021 | 14:00 Uhr

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