Aktion #WirgehenaufdieStraße Ascherslebener Händler protestieren mit Verkaufsständen

Belebte Einkaufsstraßen, Verkaufsstände und Menschen, die in Auslagen stöbern – was wie ein idyllischer Einkaufstag klingt, war eine Protestaktion in Aschersleben. Das coronabedingte Motto: nur gucken, nicht anfassen.

Eine Frau steht an einem Verkaufsstand mit Wohnaccessoires vor einem Geschäft.
In Aschersleben haben am Mittwoch Einzelhändler für Öffnungsperspektiven demonstriert. Bildrechte: MDR/Frank Nowak

Es war eine Aufführung des normalen Alltags in der Innenstadt: In Aschersleben haben am Mittwoch Einzelhändler ihre Waren aus den Geschäften geholt und Kleiderstangen und Verkaufsstände im Freien aufgebaut. Was nach idyllischem Einkaufstag klingt, war eine Protestaktion der Einzelhändler in Aschersleben. Damit wollten sie am Tag des Bund-Länder-Treffens für neue Öffnungsperspektiven demonstrieren.

Für Öffnungen auf Abstand und unter Hygieneauflagen wollen sie sich hier stark machen. Und die Kunden sind gekommen – um zu stöbern und Bestellungen abzuholen, denn im Laden verkaufen ist wegen der aktuellen Corona-Regeln nicht erlaubt.

Protestaktion in Aschersleben Einzelhändler fordern neue Öffnungsperspektiven

Ausgestelle Brautkleider auf einem Werbebanner für ein Brautmoden-Geschäft
Ihre Waren haben Händler aus Aschersleben am Mittwoch in der Innenstadt
präsentiert.
Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Ausgestelle Brautkleider auf einem Werbebanner für ein Brautmoden-Geschäft
Ihre Waren haben Händler aus Aschersleben am Mittwoch in der Innenstadt
präsentiert.
Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Eine Frau steht an einem Verkaufsstand, auf dem Oster-Deko ausgestellt ist.
Diana Hofmann hat vor ihrem Spiel- und Schreibwarenladen Oster-Artikel
aufgebaut. Es galt: Nur anschauen und bestellen, aber nicht kaufen.
Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Mehrer Kleiderständer voller einem Bekleidungsgeschäft
Die Geschäfte der Einzelhändler sind seit Wochen geschlossen. Ihre Waren dürfen sie
nur auf Bestellung verkaufen.
Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Eine Frau steht an einem Verkaufsstand mit Wein und Nudeln vor einem Geschäft.
Denise Haßkerl-Friedrich darf ihr Feinkost- und Weingeschäft zwar öffnen, zeigte sich beim Protest aber solidarisch mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Bildrechte: MDR/Frank Nowak
Drei Männer mit Mund-Nasen-Schutz stehen vor einem selbstgebauten Kreuz.
Die Organisatoren wollten damit ein Zeichen für neuen Öffnungsperspektiven setzen.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 03. März 2021 | 19 Uhr
Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
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Drei Männer mit Mund-Nasen-Schutz stehen vor einem selbstgebauten Kreuz.
Die Organisatoren wollten damit ein Zeichen für neuen Öffnungsperspektiven setzen.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 03. März 2021 | 19 Uhr
Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

Aufzeigen, was den Kunden im Lockdown entgeht

Organisiert hat die Aktion die Ascherslebener Kaufmannsgilde. Der Vorsitzende Martin Lampadius sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man wolle damit aufzeigen, was den Kunden derzeit im Lockdown entgehe. "Wir können uns nicht immer wieder ängstlich in einen Lockdown zurückziehen. Die Menschen wollen die Perspektive einer Öffnung". Die große Resonanz auf die Aktion bestätige das, so Lampadius.

Bund und Länder beraten am Mittwochabend den weiteren Kurs in der Corona-Krise. Diskutiert werden erste Öffnungsschritte. Diese könnten bereits kommende Woche in Kraft treten.

Hintergründe und Aktuelles zum Coronavirus – unser Update

In unserem multimedialen Update zur Corona-Lage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fassen wir für Sie zusammen, was am Tag wichtig war und was für Sie morgen wichtig wird.

Das Corona-Daten-Update – montags bis freitags um 20 Uhr per Mail in Ihrem Postfach. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

MDR/Tom Gräbe, Cornelia Winkler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 03. März 2021 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Critica vor 5 Wochen

Was ist das schlimm, wie die Menschen sich "verbiegen" müssen, um arbeiten zu dürfen...
Wenn ich mir die "Lage der Nation" (Bundesregierung) anschaue, dann dauert dieser pandemische Zustand noch mindestens ein Jahr, und wenn man Gefallen am Gängeln findet, auch noch länger.
Müsste man dann einen schriftlichen Antrag an die Landesregierung stellen, so man denn mal einen neuen Kühlschrank kaufen müsste?

SGDHarzer66 vor 5 Wochen

Der Zorn wird sich irgendwann entladen - soviel steht fest!

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